Gesichtsmaske selber machen: Geben Sie Ihrer Haut, was sie braucht

Gesichtsmasken sind Alleskönner im Bereich der kosmetischen Behandlungen. Die Masken können gegen unreine Haut und Mischhaut ebenso eingesetzt werden wie bei fettiger Haut, Aknenarben oder Pigmentstörungen. Außerdem ist die Behandlung Entspannung pur nach einem anstrengenden Tag und lässt die Glückshormone fließen. Allerdings sollten Menschen mit empfindlicher Haut bei industriell produzierten Gesichtsmasken bedenken, dass viele der Inhaltsstoffe, insbesondere die Duftstoffe, über ein hohes allergenes Potential verfügen. Eine gute Alternative zu den fertigen Masken sind selbstgemachte Gesichtsmasken.

Gesichtsmaske selber machen: Maske aus Quark und Gurken

Gesichtsmasken selber machen: Das sind die Vorteile

Selbst angerührte Masken sind leicht herzustellen und ohne großen finanziellen oder zeitlichen Aufwand zu realisieren. Darüber hinaus wissen Sie, welche Inhaltsstoffe sich in der Mixtur befinden, die Sie je nach Hauttyp und Zweck variieren können. Ist Ihnen hauptsächlich nach Entspannung zumute oder möchten Sie Ihrer Haut vielleicht Feuchtigkeit zukommen lassen? Wünschen Sie eine Gesichtsmaske speziell gegen Akne oder wollen Sie Mitesser aufweichen, um die nachfolgende Behandlung zu erleichtern? All das ist mit Gesichtsmasken möglich. Da Sie die Rezeptur selbst bestimmen, bleiben beispielsweise Duftstoffe, die sich zumeist in im Handel erhältlichen Masken befinden, außen vor. Auch Konservierungsstoffe benötigen Sie nicht, wenn Sie die Maske sofort verbrauchen oder nach Herstellung wenige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Fazit: Gesichtsmasken selber zu machen, bedeutet, für jeden Zweck die richtige Maske einsetzen zu können.

Gesichtsmasken zu jedem Zweck und zu vielen Gelegenheiten

Wie gesagt, die Frage „entspannen oder behandeln?“ umfasst das weite Wirkungsspektrum der Gesichtsmasken. Gute Ergebnisse erzielen Sie mit den folgenden Gesichtsmasken:

Gesichtsmaske mit Heilerde selber machen: Hilfreich bei Akne und fettiger Haut

Heilerde ist ein entzündungshemmendes Gemisch aus Erde (Lös-/Lehmverbindungen) und Mineralien. Sie wird nicht nur äußerlich, sondern kann auch innerlich beispielsweise in Kapselform bei Verdauungsstörungen angewandt werden. Ihre hervorragende Wirkung bei Akne und fettiger Haut ist gut dokumentiert. Die Pusteln werden ausgetrocknet, die entzündeten Stellen beruhigt. Dieser austrocknende Effekt bedeutet aber auch, dass die Heilerde nicht beim trockenen Hauttyp angewandt werden darf.

Eine Gesichtsmaske können Sie mit Heilerde ganz leicht selber machen: Geben Sie zwei gehäufte Esslöffel der Erde in eine Schale (Vorsicht, die Heilerde färbt weiße Textilien leicht ein) und geben Sie so lange unter Rühren warmes Wasser dazu, bis die Erde eine dickflüssige Konsistenz besitzt. Dann tragen Sie die Masse großflächig auf die betroffenen Hautzonen auf. Das Ende der Einwirkungszeit ist erreicht, wenn die Heilerdenmaske trocken ist, ihre Farbe in hellbraun gewandelt hat und ein leichtes Spannungsgefühl auf der Haut erzeugt. Abschließend können Sie sie unter der Dusche leicht und rückstandsfrei abwaschen, was zudem einen angenehmen Peeling-Effekt besitzt. Heilerde erhalten Sie im Reformhaus oder in der Apotheke.

Gesichtsmaske selber machen mit Honig: Hilfreich bei unreiner Haut

Honig ist seit Menschengedenken nicht nur ein wertvoller Bestandteil der Nahrung, sondern auch ein potentes Heilmittel. Darum eignet sich Honig auch für selbstgemachte Gesichtsmasken mit desinfizierender Wirkung. Er ist also besonders für unreine Haut geeignet. Mit seinen Mineralstoffen und Vitaminen gibt Honig der Haut jede Menge Nährstoffe.

Die Anwendung des Honigs ist denkbar einfach: Nehmen Sie einen guten Honig aus dem Reformhaus und rühren Sie ihn so lange in heißes Wasser ein, bis die gewünschte, dickflüssige Konsistenz entsteht. Tragen Sie die Honigmaske auf Ihr Gesicht auf und lassen Sie diese circa 20 Minuten einwirken. Danach waschen Sie die Maske mit warmem Wasser ab. Eine Variante dieser Gesichtsmaske zum selber machen besteht in der Verwendung von pflegenden Ölen wie Oliven- oder Mandelöl. Einfach vor der Behandlung ein bis zwei Löffel des zuvor erwärmten Öls in die Honig-Wasser-Mischung geben und gut verrühren.

Gesichtsmaske selber machen mit Gurke und Quark: Hilfreich bei normaler und trockener Haut

Gurken bestehen zu einem großen Teil aus Wasser. Quark besitzt eine ganze Reihe von Inhaltsstoffen, die eine gesunde Haut benötigt. Logisch also, Gemüse und Milchprodukte miteinander zu verbinden. Neben ihrer feuchtigkeits- und fettspendenden Eigenschaft kühlt die Maske auch die Haut nach einem heißen Sommer- oder einem anstrengenden Arbeitstag.

Zur Zubereitung der Maske geben Sie eine kleingeschnittene Gurke und zwei große Esslöffel fettreichen Quark in eine Schüssel und pürieren beide Zutaten so lange, bis sich eine streichfähige Masse ergibt. Verteilen Sie die Maske großzügig auf dem ganzen Gesicht. Auch hier sollten 20 Minuten Einwirkungszeit reichen. Der hohe Wasseranteil dieser Maske ist auch gut für reife Haut, die nur unzureichend Wasser einlagern kann.

Gesichtsmaske selber machen mit Obst: Hilfreich bei normaler und reifer Haut

Erdbeere, Papaya und Co. haben einige hervorragende Eigenschaften und Inhaltsstoffe, die gleichermaßen normaler wie reifer Haut zugutekommen. Dazu gehören jede Menge Feuchtigkeit, Vitamine und Fruchtsäuren, die sich für ein Peeling ebenso eignen wie für eine Gesichtsmaske. Banane, Ananas, Apfel und Kiwi ergänzen die eingangs erwähnten Obstsorten.

Vorgehensweise: Reiben Sie die Früchte oder schneiden Sie sie klein und pürieren Sie die Obststücke danach. Ein paar Esslöffel Olivenöl oder Honig für die Desinfektion der Haut dürfen auch dabei sein. Mischen Sie die Zutaten so lange, bis sich eine streichfähige Masse ergeben hat, die Sie mit den Fingern großflächig auf der Gesichtshaut verteilen. Lassen Sie die selbstgemachte Maske nun circa zehn Minuten einwirken. Danach waschen Sie den Brei vorsichtig mit warmem Wasser ab. Achtung: Lassen Sie die Maske nicht länger als die beschriebenen 10 Minuten auf der Haut, da die Fruchtsäuren hautirritierend wirken können.