Make-up: Alles für die Schönheit

Wer Make-up geschickt einsetzt, kann seine Vorzüge im Gesichtsbereich betonen. Doch welche Inhaltsstoffe befinden sich eigentlich in Make-up? Und worauf muss man beim Abschminken achten? Antworten auf Fragen wie diese finden Sie hier.

Make-up-Utensilien

Make-up in der dekorativen Kosmetik

Der Begriff Make-up stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie ‚Aufmachung‘. Als Make-up werden zunächst alle farblichen Präparate bezeichnet, die in der dekorativen Kosmetik zur Verschönerung des Gesichts und der Nägel eingesetzt werden. Make-up im engeren Sinne meint die flüssige oder pudrige Grundlage zur Abdeckung der Gesichtshaut (Teint-Grundierung). Mit der Make-up-Grundlage werden Hautunreinheiten, Pigmentflecken und kleine Falten überdeckt, sie sorgt überdies für eine gleichmäßige Färbung der Gesichtshaut. Bestandteile des Make-ups im Allgemeinen sind vor allem Produkte zur Betonung der Augen, Augenbrauen, Wimpern, Wangenknochen und Lippen, also beispielsweise Abdeckprodukte, Eyeliner, Kajalstifte, Wimperntusche, Lidschatten und Lippenstifte. Die Farben, die Art des Auftragens und die Betonung bestimmter Gesichtspartien wechseln mit der Mode. So waren beispielsweise in den Achtziger Jahren bunte Make-ups mit starker Betonung der Augenpartie durch Eyeliner und Lidschatten en vouge, während heute das Make-up eher dezent getragen wird.

Andere Verwendung für Make-up

Im weiteren Sinn wird Make-up auch in der Medizin genutzt, etwa bei Verbrennungsopfern, um Brandnarben, Verätzungen, großflächige Pigmentveränderungen, Schmutztätowierungen, Narben und andere, potentiell entstellende Hautveränderungen zu kaschieren. Medizinisches Make-up ist sehr deckungsstark, deshalb können beispielsweise auch große, dunkle Muttermale überdeckt werden. Außerdem sind Tarnschminke für den militärischen Nutzen und Theater-Make-up in Gebrauch.

Erstaunlich viel drin: Inhaltsstoffe im Make-up

Die wenigsten Frauen, die sich für den täglichen Gang ins Büro schminken, ahnen, welche komplexen Stoffgemische sie dabei morgens auftragen. Ein einfacher Kajalstift beispielsweise enthält in der Regel Farbpigmente, Öle, Duftstoffe, Stabilisatoren, Verdickungsmittel, Wachse sowie Hautpflegemittel. Für die Produktion von Lippenstiften werden unter anderem Aromen, Farbstoffe, Feuchthaltemittel, Harze, Öle, Parfüms, Sonnenschutz-/UV-Filter sowie Wachse gemischt. Nicht weniger als 14 verschiedene Stoffgruppen befinden sich im Lidschatten. Dabei dienen beispielsweise Emulgatoren der Mischbarkeit der öligen und wässrigen Bestandteile. Stabilisatoren werden verwendet, um chemische Veränderungen im Augen-Make-up zu verhindern. Gelbildner verleihen dem Lidschatten die gewünschte Konsistenz. Mit Wachsen schließlich steuert der Hersteller die Festigkeit seines Produkts. In nahezu allen Make-up-Produkten befinden sich zudem Duftstoffe, Farbpigmente, UV-Filter und pflegende Inhaltsstoffe.

Das perfekte Make-up für die einzelnen Hauttypen

Die Grenze zwischen den Produkten der dekorativen Kosmetik und den Pflegeprodukten ist fließend. Modernes Make-up soll nicht nur das Gesicht betonen, es besitzt zudem auch pflegende Eigenschaften für die jeweiligen Hauttypen.

Beispiel Teint-Grundierungen: Die enthaltenen Öle und Fette verleihen der Haut Elastizität. Grundierungen mit einem hohen Wasseranteil und der Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, sind auf die Bedürfnisse trockener Haut zugeschnitten. Aber auch andere Hauttypen profitieren von den pflegenden Eigenschaften des Make-ups. Für fettige Haut und Mischhaut sind spezielle Make-ups erhältlich, die den Glanz der T-Zone, des Bereichs um Stirn und Nase dauerhaft mattiert. Für diese Hauttypen sind ölfreie Make-ups besonders geeignet. Menschen mit empfindlicher Haut sollten beim Kauf auf parfümfreie Make-up-Produkte achten. Einige Hersteller bieten Pflegecremes mit Make-up-Bestandteilen an, sie kombinieren Pflege und Abdeckung. In der Regel besitzen diese Cremes die Eigenschaften feuchtigkeitsspendender Tagescremes, denen Farbpigmente beigemischt wurden. Neben der Pflege unterschiedlicher Hauttypen ist die Schutzfunktion der modernen Make-ups erwähnenswert. Die Farbpigmente wirken abdeckend und schützen gleichzeitig vor schädlicher Sonneneinstrahlung. Der strahlungsbedingten Hautalterung wirken auch beigemischte UV-A- und UV-B-Filter entgegen.

Irgendwann muss es runter: Make-up richtig entfernen

Nach einem anstrengenden Tag ist die Versuchung groß, das Make-up einfach auf der Haut zu lassen und in die Kissen zu sinken. Im Sinne einer gesunden Gesichtshaut sollten Sie jedoch niemals auf eine gründliche Reinigung verzichten, denn die Grundierung verstopft die Poren und der Lidschatten reizt die Augen.

So gehen Sie Schritt für Schritt vor:

  1. Fangen Sie bei der Reinigung oben, beim Augen-Make-up an. Verwenden Sie einen fettfreien Make-up-Entferner, den Sie auf ein Wattepad geben. Der Lidschatten wird entfernt, indem Sie vom Augenwinkel nach innen wischen, die Wimperntusche wird mit sanften Bewegungen vom Ansatz bis zu den Spitzen entfernt. Besonders schonend ist die Make-up-Entfernung, wenn Sie die Wirkstoffe des Entferners zunächst etwas einwirken lassen. Drücken Sie hierfür sanft den getränkten Wattepad für zehn Sekunden auf Ihr Auge, bevor Sie die Schminke wie beschrieben entfernen.
  2. Danach ist der Lippenstift dran, der ebenfalls mit vorsichtigen Wischbewegungen abgestrichen wird. Bitte denken Sie danach an einen pflegenden Lippenbalsam. Für das Gesicht eignen sich, je nach Hauttyp, Reinigungsmilch (trockene Haut), fettfreie Make-up-Entferner (fettige Haut und Mischhaut) sowie Reiniger ohne Konservierungsmittel oder Parfüms (empfindliche Haut).
  3. Außerdem ist es ratsam, nach dem Abschminken Gesichtswasser zu nutzen. Auch hier kommen wieder Wattepads zum Einsatz, die Sie in kreisenden Bewegungen über die Haut führen.
  4. Jetzt noch eine Gesichtsreinigung mit einem sanften Waschgel und eine Nachtpflege – fertig!

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