Pflege reifer Haut mit geeigneter Creme

Die Haut wird dünner, trocknet aus, spannt oder schuppt sich – ein ganz natürlicher Vorgang, der mit zunehmendem Alter eintritt. Denn nicht nur die Durchblutung lässt nach, es verringert sich auch die Talgproduktion der Haut. Dementsprechend geht der natürliche Fettfilm auf der Haut zurück, der diese eigentlich mit Feuchtigkeit versorgt. In der Folge treten vermehrt Fältchen auf und die Haut ist weniger elastisch als noch in jungen Jahren. Mit der richtigen Creme kann reife Haut jedoch positiv beeinflusst werden.

Pflege und Creme für die reife Haut

Der Körper verändert sich im Alter – und mit ihm die Haut

Im Alter können sich an Körperstellen wie Händen, Armen, Dekolleté, Gesicht oder Nacken, die in früheren Jahren häufig der UV-Strahlung ausgesetzt waren, Altersflecken bilden. Zudem ist eine reife Haut in der Regel nicht fettig und weist auch keine Unreinheiten wie Pickel auf. Stattdessen fühlt sie sich trocken an, spannt und die mimischen Fähigkeiten im Gesicht nehmen ab.

Wie früh die Haut altert, ist unterschiedlich – durchschnittlich geschieht dies etwa ab dem 40. Lebensjahr. Darüber hinaus hängt das Altern auch von genetischen Faktoren ab. Hinzu kommen schädigende Einflüsse wie starke Sonnenstrahlung oder Rauchen.
Eine reife Haut benötigt nun eine besondere Pflege: mit speziellen Cremes, hochwertige Ölen und viel Feuchtigkeit. Dadurch können Sie den Hautzustand aufrechterhalten und den Alterungsprozess positiv beeinflussen. Dafür steht Ihnen eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung.

Die Basis: Richtiges Reinigen der reifen Haut

Eine gezielte Pflege der reifen Haut fängt mit der richtigen Reinigung an. Diese sollte täglich erfolgen und dient dazu, die Haut von Schmutzpartikeln, Schweiß oder Resten von Make-up zu säubern. Die Handlungsmaxime lautet: Keine Mittel verwenden, welche die reife Haut reizen! Gut geeignet sind zum Beispiel sogenannte Syndets, die sich entgegen Seifen durch eine besondere Hautschonung auszeichnen. Zudem besitzen sie einen neutralen oder leicht sauren pH-Wert, welcher dem der Haut (etwa 5,5) ähnlich ist. Der natürliche Säureschutzmantel der Haut wird dabei nicht beschädigt.

Tipp: Auch sogenannte wasserlösliche (hydrophile) Öle können zur Reinigung verwendet werden, da sie gleichzeitig rückfettend wirken.

Nach jeder Reinigung ist eine Nachpflege der reifen Haut, zum Beispiel mit einer Creme, notwendig. Ziel ist es, die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen, um ein weiteres Austrocknen zu verhindern. Denn dies trägt zu einem gepflegten Aussehen bei und beugt der Bildung von Falten vor. Darüber hinaus unterstützt es die Schutzfunktion der Haut.

Sollten Cremes zur Pflege reifer Haut verwendet werden?

Die Reinigung und Pflege der reifen Haut dienen dazu, die Feuchtigkeit der Haut zu bewahren und den Säureschutzmantel zu erhalten. Dafür gibt es viele Pflegekosmetika, die für reife Haut geeignet sind, allen voran Cremes. Diese enthalten neben ausreichend Feuchthaltesubstanzen wie beispielsweise

  • Glycerin,
  • Harnstoff,
  • Aloe Vera
  • oder Kollagen,

auch Fette (Lipide) wie pflanzliche Öle (Nachtkerzenextrakt).
Einige Körperstellen sind von einer Austrocknung mehr betroffen als andere. Hände, Dekolleté und das Gesicht gehören dazu, weil dort die Haut besonders dünn ist. Auf diese gilt es, sich in der Pflege der reifen Haut besonders zu konzentrieren. In der Apotheke oder Drogerie erhalten Sie mittlerweile eine große Anzahl an speziell für diese Körperregionen angepasste Produkte. Da aber nicht jedes Produkt für alle Körperbereiche geeignet ist, achten Sie beim Kauf darauf, eine passende Creme für Ihre „Problemzone“ zu erwerben. So gibt es zum Beispiel speziell für die Haut rund ums Auge Antifaltencremes, die sich häufig durch ein Extra an Feuchtigkeit und Fett auszeichnen. In diesem Bereich ist die Haut besonders dünn und besitzt nur wenige Talgdrüsen – die Folge: Falten treten hier früher auf als an anderen Körperstellen.

Generell gilt: Mit der richtigen Creme für reife Haut können Sie den Alterungsprozess positiv beeinflussen und die Begleiterscheinungen des Alters minimieren. Cremen Sie reife Haut deshalb täglich morgens und abends ein – am besten mit rückfettenden und ölhaltigen Inhaltsstoffen.

Kapseln, Pulver und Co. gegen Falten – reife Haut von innen pflegen

Einige der Zusätze in Cremes und anderen Pflegeprodukten zur äußeren Anwendung haben den Nachteil, dass sie nicht in tiefere Hautschichten eindringen können – ihre Moleküle sind hierfür zu groß. Um die Haut von innen zu pflegen und ihr wichtige Stoffe zuzuführen, gibt es als Ergänzung zu Cremes Kapseln, Pulver oder andere Präparate zum Einnehmen. Sie enthalten neben Vitaminen häufig Kollagen oder Hyaluronsäure. Über den Blutkreislauf gelangen die Stoffe in die tieferen Hautschichten und sollen dazu führen, dass die Haut besser Feuchtigkeit speichern kann und insgesamt praller und frischer wirkt. Erste Fältchen sollen auf diese Weise ebenfalls gemildert werden. Die Anwendung solcher Präparate zum Einnehmen muss in der Regel über einige Wochen hinweg erfolgen, damit eine Verbesserung des Hautbilds möglich wird.

Geeignete Inhaltsstoffe für die Pflege reifer Haut

Es gibt eine Reihe von geeigneten Inhaltsstoffen zur Pflege von reifer Haut. Dazu zählen vor allem Coenzym Q, Betacarotin und Liponsäure, die in Kosmetika speziell zur Pflege reifer Haut enthalten sind. Diese regeln die Zellerneuerung sowie die Bildung von Kollagen (Eiweiß des Bindegewebes). Cremes, die auf Ölen und Wasser mit einem hohen Lipidanteil aufgebaut sind, eignen sich besonders zur täglichen Pflege reifer Haut. Diese sorgen für eine gründliche Rückfettung.

Vermeiden sollten Sie dagegen Produkte mit Duft- oder Farbstoffen, da diese eine allergische Reaktion auslösen können. Bei allen Produkten ist es außerdem wichtig, dass sie keinen Alkohol enthalten. Alkohol reizt die Haut und entzieht ihr Feuchtigkeit.

Wichtig: Verzichten Sie auf die Verwendung von hochkonzentrierten Fruchtsäuren, wie sie zum Beispiel oft in Peelings enthalten sind. Diese reizen die Haut.

Gut geeignet hingegen sind Thermalwasser und Pflanzenöle wie zum Beispiel Traubenkern-, Mandel- oder Jojobaöl. In den USA ist darüber hinaus die Verwendung von Pflegeprodukten mit Retinol (Vitamin A1 oder Axerophthol) populär, da es feuchtigkeitsspendend ist und Falten verhindern soll.

Weitere Tipps zur Pflege reifer Haut

Um eine reife Haut zu pflegen, sind nicht nur Kosmetika notwendig. Es existieren noch viele Möglichkeiten, den Feuchtigkeitsspiegel des Körpers selbst zu erhöhen. Dazu zählt eine ausreichende Zufuhr an Flüssigkeit: Das Trinken von Wasser, am besten bis zu zwei Litern pro Tag, verhindert ein Austrocknen der Haut.

Eine ausgewogene Ernährung ist ebenso wichtig. Viele Vitamine und Nährstoffe sowie die Verwendung frischer Lebensmittel bei der Zubereitung von Mahlzeiten unterstützen Sie dabei, Ihren Körper und letztendlich auch die Haut gesund zu halten. Vor allem die Vitamine A und E schützen vor Hautschäden durch Sonnenlicht. Vitamin C kann Altersflecken verhindern, indem es eine zu starke Pigmentierung hemmt.

Verzichten Sie außerdem auf Genussmittel wie Zigaretten oder Alkohol. Diese haben einen negativen Einfluss auf die Haut. Beispielsweise kann Rauchen dazu beitragen, dass die Haut an Elastizität verliert.

Im Übrigen sollte bei der Pflege reifer Haut grundsätzlich darauf geachtet werden, nicht zu lange und zu heiß zu duschen oder zu baden.

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