Vitamin A und Retinol: Wundermittel gegen Falten?

Von klein auf lernen wir von unseren Eltern, in Kindergarten und Schule: Vitamine sind gesund und sollten fester Bestandteil der täglichen Ernährung sein. Und ganz recht: Vitaminmangel kann zu vielen gesundheitlichen Problemen – nicht zuletzt zu Hautkrankheiten – führen. Wer von trockener Haut oder reifer Haut und dem damit verbundenen Feuchtigkeitsverlust betroffen ist, kennt die Problematik. Vitamin A kann Abhilfe schaffen.

Spinat enthält eviel Vitamin A

Vitamin A spendet Feuchtigkeit

Um das charakteristische Austrocknen der Haut zu verhindern, ist das Vitamin A ein probates Mittel. Zunächst nehmen wir Vitamin A mit der Nahrung sozusagen von ganz alleine auf. Vitamin A ist nämlich in sehr vielen Lebensmitteln vorhanden – allen voran in tierischen Produkten, also in Wurst, Fleisch und Fisch, aber auch in Käseprodukten, Milcherzeugnissen oder Eiern. Darüber hinaus ist Vitamin A in zahlreichen Obst- und Gemüsesorten wie Aprikosen, Karotten oder Spinat enthalten, wenn auch in geringerer Konzentration als beispielweise in Fleischprodukten.

Auch die Kosmetikindustrie macht sich die feuchtigkeitsspendende Wirkung des Vitamin A durch dessen Verwendung in Form von Retinol zunutze.

Besteht ein Unterschied zwischen Retinol und Vitamin A?

Retinol ist nichts anderes als Vitamin A in seiner reinsten Form und damit ein Alkohol. Auf den Menschen bezogen ist Vitamin A der Oberbegriff für mehrere Verbindungen, die im Körper dieselben Eigenschaften entwickeln – zu diesen Verbindungen zählt auch Retinol. Im Folgenden werden die beiden Begriffe als Synonyme verwendet.

Wie genau wirkt Vitamin A?

Retinol verschafft der Haut ein schöneres Aussehen. Doch wie genau beseitigt Vitamin A trockene Haut? Ganz einfach: Vitamin A regt die Produktion neuer Zellen an. Es beschleunigt die Zellteilung und trägt so zu einer schnelleren Regeneration der Haut bei. Der schnellere Austausch alter Zellen durch neue macht die Haut widerstandsfähiger und lässt sie glatter aussehen. Außerdem verhindert das Vitamin A die Verhornung der Haut, indem es dafür sorgt, dass mehr Kollagen gebildet wird. Kollagen wiederum macht die Haut elastischer.

In welchen Kosmetikprodukten ist Retinol enthalten?

Retinol kommt in der Kosmetik sehr häufig vor und wird primär zur Bekämpfung der Symptome trockener Haut eingesetzt, aber auch zur Behandlung von Akne und reifer Haut. Ziel ist demnach, den Feuchtigkeitsspiegel der Haut zu bewahren beziehungsweise diesen nach Möglichkeit noch zu erhöhen und damit zum Beispiel den Prozess der Hautalterung zu verzögern.

So findet sich Retinol in nicht wenigen Anti-Aging-Produkten, wie beispielsweise in Cremes oder Lotionen, aber auch in Erzeugnissen zur Lippen- oder Augenpflege.

Welche Nebenwirkungen hat Vitamin A?

Wie bei so vielen Produkten ist auch bei Vitamin-A-haltigen Kosmetikprodukten eine zu hohe Dosis kontraproduktiv. Das heißt, die Haut wird zu sehr in Anspruch genommen und ist in der Folge gereizt und rötet, schuppt oder entzündet sich. Also: Aufpassen und richtig dosieren, besonders, wenn Sie empfindliche Haut haben! Weitere bereits erforschte und belegte Nebenwirkungen von Kosmetik mit Retinol sind Kopfschmerzen und teilweise damit verbundener Brechreiz.

Wenn Sie diese Risiken nicht eingehen wollen, prüfen Sie in der INCI-Datenbank, ob Retinol in Ihrer Kosmetik als Inhaltsstoff vorkommt. Sollte dem so sein, verzichten Sie bei ihrer täglichen Pflege auf Retinol und ersetzen Sie es durch ein für Sie verträglicheres Produkt.

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