Akne – charakteristische Hautkrankheit der Pubertät

Sie ist ein wesentliches Kennzeichen der Pubertät und betrifft in dieser Zeit mehr als 75 Prozent aller Jugendlichen: die Akne. Statistisch betrachtet liegt die Hochphase der Akne zwischen dem fünfzehnten und achtzehnten Lebensjahr, danach bilden sich die Symptome in der Regel von selbst zurück. Nur bei jedem zehnten Betroffenen dauert die Erkrankung bis über das 25. Lebensjahr hinaus an.

Dabei hat die Akne gegenüber anderen Hauterkrankungen einen großen Vorteil: Sie ist in den allermeisten Fällen gesundheitlich völlig harmlos und zudem nur von begrenzter Dauer. Entsprechend begleitet sie die meisten von uns nur für einen überschaubaren Zeitraum unseres Lebens.

Akne ist überwiegend an Körperpartien anzutreffen, an denen viele Talgdrüsen beheimatet sind, allen voran im Gesicht, aber auch an vielen anderen Stellen des Oberkörpers. Dies gibt einen ersten Hinweis auf die Verursacher von Akne, die Talgdrüsen.

Akne äußert sich unter anderem durch Eiterpickel.

Wie entsteht Akne?

An dieser Stelle gilt es zunächst mit einigen Vorurteilen aufzuräumen: Akne ist weder auf mangelnde Körperhygiene noch auf eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Lebensmitteln zurückzuführen – die Ursachen der Akne sind andere:

Der Ausgangspunkt der Akne liegt in einer übermäßigen Produktion von Talg. Dies kommt davon, dass in der Pubertät verstärkt Sexualhormone gebildet werden und sich die Talgdrüsen in der Folge vergrößern. Die charakteristischen Mitesser entstehen, wenn die Poren der Haut verstopfen. Dabei spielen Bakterien eine Rolle. Die Talgdrüsen sind nämlich nicht nur vergrößert, sie bieten auch Bakterien mehr Möglichkeiten, sich anzusiedeln. Die Wahrscheinlichkeit für Entzündungen steigt, es bilden sich Eiterpickel. Jungen leiden tendenziell etwas häufiger als Mädchen unter Akne.

Wie kann ich Akne behandeln?

Wenn es sich um leichte Fälle von Akne handelt, ist nicht viel zu unternehmen. Abwarten ist ein bewährtes Mittel, denn sehr viele der vorhandenen Mitesser sind meist nach ein paar Tagen wieder verschwunden. Kontraproduktiv kann das selbst durchgeführte Ausdrücken der Pickel sein. Entzündungsreaktionen können die Folge sein, die aus einer unzureichenden Desinfektion resultieren. Dieser Vorgang sollte deswegen – wenn überhaupt – nur professionell durch einen Hautarzt vorgenommen werden.

Bei schweren Fällen von Akne hilft der Arzt Ihnen zudem dabei, die beste Therapie zu wählen. So findet sich eine Vielzahl von Arzneien, Cremes oder Lotionen, die dabei unterstützen, die Akne erträglicher zu gestalten. Dabei steht im Fokus, Entzündungen einzudämmen, verstopfte Poren zu öffnen und Bakterien abzutöten, die den Fortgang der Hautkrankheit beschleunigen.

In schweren Verläufen der Akne – die aber nur sehr selten auftreten – bleibt es nicht bei einer äußeren Behandlung der Mitesser und Eiterpickel. Dann wird zum Beispiel ein Antibiotikum in Tablettenform verabreicht, um der Entzündung zusätzlich entgegenzuwirken.

Was kann ich selbst zur Vorbeugung gegen Akne tun?

Es gibt eine relativ simple Antwort auf diese Frage: Um Akne vorzubeugen, sollte man vor allen Dingen seine Haut gut pflegen und darüber hinaus gesund leben.

In regelmäßigen Abständen, nicht zu häufig, sollte die Haut an den gefährdeten Körperstellen ausschließlich mit parfumfreien, nicht-fettenden Produkten behandelt werden. Einige Experten empfehlen ein maßvolles Sonnenbad als Prophylaxe zur Akne, andere wiederum raten entschieden davon ab. Am besten, Sie prüfen selbst, was Ihnen hilft und was nicht.

Einige Betroffene machten die Beobachtung, dass ein verstärkter Konsum an Schokolade, Chips oder Fast Food zu einer Verschlimmerung der Akne führt. Zwar ist dieser Zusammenhang wissenschaftlich bislang nicht endgültig belegt, wer diesen Erfahrungswert aber teilt, sollte auf entsprechende Nahrungsmittel verzichten. Ähnliche Auswirkungen auf die Entwicklung von Akne wurden von Wissenschaftlern im Zusammenhang mit Nikotinkonsum festgestellt. Ein gesunder Lebensstil trägt also zu einem gesunden Hautbild bei.

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