Couperose und Laser: Was bringt die Behandlung mit energiereichem Licht?

Couperose ist eine chronische Hautkrankheit, von der Frauen häufiger als Männer betroffen sind. Sie ist nicht gefährlich, jedoch stellen die erweiterten, oft mit dem bloßen Auge sichtbaren Gefäße im Gesicht ein teils erhebliches, kosmetisches Problem dar. Eine Laserbehandlung soll dagegen helfen. Doch wie funktioniert die Behandlung von Couperose mit einem Laser und welche Vor- und Nachteile gibt es?

Laserbehandlung bei Couperose

Couperose mit Laser behandeln: Wie funktioniert das?

Couperose ist in erster Linie ein kosmetisches Problem, für das geweitete Äderchen (Teleangiektasien) verantwortlich sind. Diese schimmern zum einen sichtbar durch die Gesichtshaut – besonders im Bereich von Nase und Wangen – zum anderen sind sie für eine dauerhafte Gesichtsröte verantwortlich.

Eine Laserbehandlung kann an dieser Stelle eingreifen und die erweiterten Äderchen der Couperose veröden. Das gebündelte und energiereiche Licht des Lasers erhitzt die roten Blutkörperchen und sie gerinnen. Die betroffenen Äderchen verkleben dadurch und werden zerstört. Der Körper baut sie daraufhin ab, das heißt sie verschwinden und schimmern nicht länger durch die Gesichtshaut. Die Haut selbst soll bei der Behandlung der Couperose mit einem Laser nicht beeinträchtigt werden.

Die Behandlung der Teleangiektasien erfolgt bei einem Hautarzt. Zuvor sollte eine ausführliche Beratung erfolgen. So ist es beispielsweise ratsam, die sichtbaren Gefäße bei Couperose in den sonnenarmen Jahreszeiten Herbst und Winter per Laser zu entfernen, da die Haut nach der Behandlung äußerst empfindlich auf Sonnenlicht reagiert.

Welche Laser können gegen die Beschwerden bei Couperose helfen?

Es gibt mehrere Laser, die zur Verödung von Teleangiektasien dienen können. Sie unterscheiden sich Hauptsächlich anhand des Materials, mit dem der Laserstrahl erzeugt wird. Bei einer Couperose kommt in der Regel einer der folgenden Laser zum Einsatz:

1.       Argonlaser

2.       KTP Laser

3.       Farbstofflaser

Hochenergetische Blitzlampen (IPL, Intense Pulsed Light) werden ebenfalls verwendet, um Rötungen und sichtbare Äderchen zu reduzieren. Ein spezielles Gerät sendet dafür einen kurzen, energiereichen Lichtblitz, der größere Areale abdeckt als beispielsweise der Argonlaser. Bei IPL handelt es sich nicht um einen klassischen Laser, es können jedoch ähnliche Effekte erzielt werden.

Die Entscheidung, welcher Laser verwendet wird, muss immer zusammen mit dem behandelnden Arzt getroffen werden.

Couperose mit einem Laser behandeln: Vorteile und Nachteile

Bei der Behandlung der Couperose mit einem Laser gibt es einen entscheidenden Vorteil: Die Äderchen und damit auch die Rötung der Gesichtshaut können behoben werden. Dies ist bei den anderen Therapiemöglichkeiten, wie zum Beispiel Cremes oder Massagen, nur bedingt der Fall.

Allerdings stehen diesem Vorteil auch einige Nachteile und Risiken gegenüber:

  • Die Behandlung erfolgt in der Regel ohne Betäubung und wird als unterschiedlich schmerzhaft
  • Nach einiger Zeit entstehen häufig neue, geweitete Äderchen, da Couperose eine chronische Hautkrankheit ist.
  • Es besteht das Risiko, dass kleine, weiße Narben zurückbleiben; direkt nach der Behandlung kommt es bei vielen zu Hautrötungen, Krustenbildung oder Schwellungen im Gesicht, diese Nebenwirkungen sollten jedoch spätestens nach einigen Tagen abklingen.

Hinzu kommt, dass Betroffene die Behandlung der Couperose mit einem Laser in der Regel selbst bezahlen müssen. Lediglich bei privaten Krankenkassen besteht die Möglichkeit der Kostenübernahme. Eine Anwendung kostet derzeit circa 150 Euro; für eine Linderung der Beschwerden sind meist drei oder mehr Sitzungen nötig – die Couperose mit einem Laser zu behandeln, kann daher kostspielig werden.

Tipp: Überstürzen Sie nichts und denken Sie ruhig einige Tage über den Eingriff nach – gerade wegen der möglichen Nebenwirkungen. Meistens empfinden Betroffene die Rötungen im Gesicht als deutlich auffallender als das Umfeld. Reden Sie daher auch mit Ihren Freunden über die Couperose. Kleine Rötungen oder Äderchen lassen sich außerdem gut mit grünlichem Make-up kaschieren.

Couperose behandeln: Alternativen zum Laser

Es gibt einige alternative Methoden, eine Couperose zu behandeln, die ergänzend oder anstelle einer Laser-Therapie erfolgen können. Hierzu gehören:

  • hochwertige Cremes aus der Apotheke, die beispielsweise ohne Parfüm und Alkohol auskommen
  • spezielle Cremes oder Salben vom Hautarzt, meist mit Metronidazol oder Azelainsäure
  • ein konsequentes Vermeiden der Reizfaktoren (Trigger), wie zum Beispiel Sonnenbäder oder Saunagänge

Dabei ist jedoch zu beachten, dass diese Maßnahmen zwar das Hautbild und den Verlauf der Couperose positiv beeinflussen können, die Rötungen jedoch in vielen Fällen nicht vollständig verschwinden lassen.

Tipps bei Couperose

Prinzipiell können bei einer Couperose die gleichen Tipps hilfreich sein wie bei Rosacea – denn ersteres gilt als frühe Form beziehungsweise Vorstufe dieser Hauterkrankung. Wichtig ist unter anderem eine sanfte Hautpflege. Verwenden Sie zur Reinigung des Gesichts am besten lauwarmes Wasser und milde Waschlotionen im hautneutralen pH-Bereich (pH 5,5). Zudem sollte das Gesicht beim Abtrocknen nicht zu stark gerubbelt werden. Anschließend können Sie eine geeignete Creme auftragen, die nicht zu fettig sein sollte.