Hautpflege: Nicht nur zur Unterstützung der Schutzfunktion sinnvoll

Die Haut ist das flächenmäßig größte Sinnesorgan. Daneben nimmt sie eine Vielzahl von Funktionen wahr. Ihre wesentlichste Aufgabe ist es, den Körper vor äußeren Gefahren abzuschirmen. Dies gelingt der Haut, indem sie zum Beispiel Wunden von innen heraus wieder zum Abheilen bringt oder eine verdickte Hornhaut herausbildet, beispielsweise wenn Schuhe drücken. Eine angemessene Hautpflege kann die Haut nicht nur bei Ihren Funktionen unterstützen, sie kann zudem vielen Krankheiten und Verletzungen vorbeugen. Worauf genau Sie bei der Hautpflege Wert legen sollten, wie Sie damit die Gesundheit und das Aussehen Ihrer Haut beeinflussen können und welche verschiedenen Arten der Hautpflege es gibt, erfahren Sie hier.

Hautpflege zur Unterstützung der Schutzfunktion der Haut.

Warum ist Hautpflege so wichtig?

Die Unterstützung der Schutzfunktion der Haut ist nur ein Ziel der Hautpflege. Darüber hinaus kann man mit einer angemessenen Hautpflege dem natürlichen Alterungsprozess entgegenwirken. Die Haut beginnt bereits ab dem 20. Lebensjahr zu altern. Das Bindegewebe der mittleren Hautschicht, die sogenannte Dermis, fängt an, nachzugeben. Die Folge: Die Haut wird schlaffer und trockener. Zudem bilden sich Falten. Eine effektive Hautpflege kann diesen Prozess verlangsamen und die Haut gesünder erscheinen lassen.

Inwiefern kann man das Aussehen der Haut durch Pflege beeinflussen?

Eine wirkungsvolle Hautpflege zielt darauf ab, die Haut geschmeidiger werden zu lassen. Im Idealfall nimmt sogar die zuvor verloren gegangene Spannkraft der Haut wieder zu. Dafür stehen einige Mittel zur Verfügung. Das Gesicht mit klarem Wasser zu waschen oder Cremes auf die Haut aufzutragen, sind nur zwei davon. Welche Wirkungsstoffe die Cremes enthalten und ob zum Beispiel Lotionen und Öle eher fettig oder doch feucht sein sollten, hängen von der Beschaffenheit der jeweiligen Haut ab.

Welche verschiedenen Wege der Hautpflege gibt es?

Es gibt natürlich nicht nur eine ideale Methode, die Haut richtig zu pflegen. Abhängig ist dies nicht zuletzt vom Typus der eigenen Haut. So unterscheidet man mehrere Hauttypen, deren Hautpflege mitunter ebenso verschieden ist. Im Alltag kommen die trockene Haut und die empfindliche Haut am häufigsten vor und werden im Folgenden näher betrachtet.
Des Weiteren werden die fettige und unreine Haut , die Mischhaut  und die reife Haut differenziert.

Die Pflege trockener Haut

Trockene Haut ist primär auf den eigenen Lebensstil und das Alter zurückzuführen. Die Haut ist, beispielsweise aufgrund eines übersteigerten Nikotin- oder Alkoholkonsums, nur noch rudimentär in der Lage, Feuchtigkeit im Körper anzusammeln. Die Folge: Die Haut fühlt sich spröde an und ist mitunter von Schuppen übersät.

Die beste Hautpflege für trockene Haut ist, den Feuchtigkeitsverlust auszugleichen. Parfumfreie Produkte, die dafür viele Vitamine enthalten, gelten als besonders zielführend. Diese belasten die Haut nicht noch zusätzlich. Ebenfalls unterstützend kann vermehrtes Trinken von klarem Wasser sein. Oder das Verzehren von wasserhaltigem Obst und Gemüse wie Gurken. Diese weisen ebenso das Spurenelement Silizium auf, das neben der Haut auch die Haare und Nägel stärkt.

Die Pflege empfindlicher Haut

An empfindlicher oder sensibler Haut leiden besonders viele Menschen. Neben einer erblichen Veranlagung wird diese auch durch Umwelteinflüsse bedingt. Stress spielt dabei ebenso eine Rolle wie klimatisierte Luft, ein Zuviel an Sonneneinstrahlung oder eine allergische Reaktion. Die Folgen sind Hautrötungen, die teilweise jucken. Empfindliche, sensible Haut ist nach außen nicht so sehr geschützt, wie das normalerweise der Fall ist, sodass Krankheitserreger leichter eindringen können.

Im Rahmen der Hautpflege für empfindliche Haut sollten Sie darauf achten, dass die verwendeten Produkte ausschließlich Inhaltsstoffe aufweisen, welche die Haut in ihrer Gesundheit nicht noch weiter beeinträchtigen. Das Gute ist, dass die Pflegeprodukte für empfindliche Haut im Handel als solche gekennzeichnet sind. Damit sollten Sie auf der sicheren Seite sein. Viele Betroffene schwören übrigens zusätzlich auf Wasser aus Thermalquellen, das sie sowohl für heilende Bäder als auch zum Trinken hernehmen.

Gibt es allgemeine Empfehlungen zur Hautpflege? Tipps unabhängig vom Hauttyp

Im Endeffekt geht es darum, gesunde Rahmenbedingungen zu schaffen. Denn wenn es dem Körper als Ganzem gut geht, ist dies ebenso von Vorteil für die Gesundheit der Haut und unterstützt somit auch deren Pflege.

Beachten Sie daher folgende Tipps:

  • Ausreichend Schlaf unterstützt die Hautpflege und lässt die Haut frischer und gesünder aussehen. Durchschnittlich acht Stunden pro Nacht sind ideal.
  • Nach Möglichkeit ausschließlich Essen verzehren, das frische Zutaten enthält und nicht aus Industrieproduktion stammt.
  • Meiden Sie Tabak ebenso wie Alkohol oder UV-Licht.
  • Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)1 empfiehlt eine Flüssigkeitszufuhr von 1,5 Litern täglich. Nichts ist im Hinblick auf die Hautpflege wichtiger, als die Haut mit genügend Flüssigkeit zu versorgen.
  • Auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance achten. Das heißt neben der Arbeit auch Sport treiben, sich viel bewegen und Stress vermeiden.
  • Die Haut nicht zu häufig waschen, da dies ihr Gleichgewicht stören kann. Einmal täglich ist völlig ausreichend.

Außerdem sollten Sie Ihre Hautpflege der Jahreszeit anpassen. Bei vielen ist die Haut im Winter wesentlich trockener als im Sommer. In der kalten Jahreszeit gelangt weniger Wasser an die Oberhaut, da weniger Schweiß produziert wird. Aus diesem Grund darf es im Winter in der Regel eine etwas fettigere Hautpflege sein als im Sommer.

Falls Sie sich in Bezug auf die richtige Hautpflege unsicher sein sollten, können Sie sich von einem Dermatologen, Apotheker oder einer erfahrenen Kosmetikerin beraten lassen.

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