Shampoo gegen Schuppenflechte – darauf kommt es an

Viele Menschen, die an Schuppenflechte leiden, sind auch am Kopf davon betroffen (Psoriasis capitis). Die Behandlung ist hier deutlich schwieriger als beispielsweise an den Armen oder Beinen, da das Haar größtenteils die Hautstellen verdeckt – eine Salbe kommt also zumeist nicht infrage. Die Lösung sind speziell entwickelte Shampoos gegen Schuppenflechte, welche die lästigen Schuppen sanft aus dem Haar waschen.
Frau wäscht Haare mit Shampoo gegen Schuppenflechte

Wozu ein Shampoo gegen Schuppenflechte?

Die Kopfhaut ist ohnehin sehr empfindlich. Ist sie dann auch noch rissig und schuppig, reagiert sie noch schneller auf äußere Reize. Spezielle Präparate und Shampoos gegen Schuppenflechte sind nicht nur besonders mild, sie befreien auch die Kopfhaut von Schuppen und vermindern deren Bildung – vorausgesetzt, sie werden regelmäßig angewandt.
Im Normalfall sind drei Schritte nötig, um die Schuppenflechte am Kopf dauerhaft in den Griff zu bekommen:

Schuppen lösen

In der Apotheke erhalten Sie freiverkäufliche Präparate, die hartnäckige Schuppen lösen. Manche davon sind mit einem speziellen Zerstäuber oder Pipetten ausgestattet, welche die Anwendung auf dem Kopf deutlich erleichtern. In der Regel kann das Mittel auf die trockene Kopfhaut aufgetragen werden und sollte im Anschluss einige Stunden – am besten über Nacht – einwirken. Bitte beachten Sie die jeweilige Packungsbeilage.

Schuppen auswaschen

Nachdem die Schuppen von der Kopfhaut gelöst wurden, können Sie abgewaschen werden. Nun kommt das Shampoo gegen Schuppenflechte zum Einsatz. Zur Wahl stehen Spezial-Shampoos, etwa mit Zink, Schwefel und/oder Salicylsäure, die extra für diesen Zweck entwickelt wurden. Die Mittel müssen meist vorsichtig einmassiert werden und anschließend einige Minuten einwirken, bevor sie wieder ausgespült werden können.

Bei einer leichten Schuppenflechte am Kopf kann die regelmäßige Nutzung eines Spezial-Shampoos bereits ausreichen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Bei einer ausgeprägten Erkrankung ist noch ein weiterer Schritt nötig.

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Weitere Schuppenbildung verhindern

Besonders wirksam, jedoch nicht zur Langzeittherapie geeignet, sind kortisonhaltige Präparate. Diese sind nicht nur in verschiedenen Formen wie Tinkturen und Schäumen erhältlich, sondern auch in unterschiedlichen Konzentrationen. Ihr Dermatologe wird Ihnen ein für Sie geeignetes Präparat verschreiben. Länger als vier bis sechs Wochen sollten Kortison-Präparate nicht benutzt werden: Der Wirkstoff lässt die Haut immer dünner werden, was sie anfällig für Infektionen macht.
Daneben können Präparate zum Einsatz kommen, die Vitamin-D3-Abkömmlinge (zum Beispiel Calcipotriol oder Tacalcitol) enthalten. Diese Art von Mitteln eignen sich auch für einen längeren Anwendungszeitraum von bis zu einem Jahr.

Tipps bei Schuppenflechte am Kopf

Neben der Anwendung geeigneter Shampoos können Sie auch selbst auf einige Dinge achten, um die Schuppenflechte in den Griff zu bekommen:

  • Verwenden Sie Haarbürsten mit Naturhaarborsten
  • Streichen Sie beim Kämmen der Haare nicht direkt über die Kopfhaut
  • Lassen Sie Ihre Haare nach dem Waschen an der Luft trocknen, anstatt sie zu föhnen
  • Tragen Sie helle Oberteile: darauf sind die Schuppen nicht so gut zu erkennen wie beispielsweise auf einem schwarzen T-Shirt
  • Verzichten Sie auf Färben, Tönen und Dauerwelle
  • Vermeiden Sie es, sich an der Kopfhaut zu kratzen
  • Tragen Sie keine Kopfbedeckungen

Link-Tipp: Alles Wissenswerte rund um die Schuppenflechte.

Hier finden Sie weitere Infos:

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