Verletzungen der Haut sind im Alltag nichts Außergewöhnliches

Die Haut übernimmt eine Vielzahl von Aufgaben . Eine der wesentlichsten ist der Schutz des Körpers vor gefährlichen äußeren Einflüssen. Denn eines ist sicher: Kann die Haut ihren elementaren Funktionen dauerhaft nicht mehr nachkommen, gefährdet dies das Überleben eines jeden Individuums. Umso wichtiger ist es, die Haut entsprechend zu pflegen und auf eine angemessene Vorsorge zu achten.

Junge mit Verletzung der Haut

Was genau sind Hautverletzungen?

Allgemein betrachtet, stellen Hautverletzungen Beeinträchtigungen im Gefüge der Haut (Cutis) dar. Eine Gemeinsamkeit dabei ist die Gefahr, dass daraus Infektionen entstehen, die den menschlichen Körper um einiges mehr bedrohen als die bloße Verletzung der Haut. Verursacht wird dies durch das Eintreten von Krankheitserregern in eine Wunde. Es ist deshalb wichtig, bei einer Schädigung der Haut auf eine ausreichende Wunddesinfektion  zu achten, da diese hilft, Entzündungen zu vermeiden und das Immunsystem zu entlasten.

Dabei gibt es unterschiedliche Arten von Verletzungen der Haut, die durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden können.

Welche Arten von Verletzungen der Haut gibt es?

Die Haut ist das flächenmäßig größte Sinnesorgan des Menschen. Dementsprechend kann sie an vielen Stellen potenziell geschädigt oder verletzt werden. Ebenso zahlreich sind die unterschiedlichen Arten an Verletzungen, die auf der menschlichen Haut vorkommen können.

An dieser Stelle seien lediglich die wichtigsten genannt:

Bei den Wunden lässt sich weiter unterscheiden in:

Welche Ursachen und Symptome haben Hautverletzungen?

So unterschiedlich Hautverletzungen sind, so verschieden sind auch die Ursachen und Symptome derselben.

Eine Verbrennung  ist dabei eine Verletzung des Hautgewebes, die primär durch Hitze, aber auch durch Chemikalien oder Elektrizität entsteht. Unterschieden werden Verbrennungen ersten bis vierten Grades. Während im ersten Fall nur die Oberhaut leicht geschädigt ist und es keine bleibenden Schäden gibt, ist im schlimmsten Fall sogar das gesamte Gewebe verkohlt, was lebensgefährlich für die Betroffenen ist.

Ein Sonnenbrand  weist ähnliche Symptome wie eine Verbrennung ersten oder zweiten Grades auf. Mit einem Sonnenbrand sind teilweise starke Schmerzen verbunden, zumal dann, wenn man sich der UV-Strahlung der Sonne viel zu lange ungeschützt ausgesetzt hat und die Lederhaut betroffen ist.

Blaue Flecken – von Medizinern Hämatome genannt – sind Blutungen im Gewebe (Blutergüsse), die zum Beispiel durch Hängenbleiben an der Tür, einen Schlag oder einen Stoß an Tisch- oder Bettkante verursacht werden.

Blasen sind mit Flüssigkeit (Blut und/oder Wasser) gefüllte Hohlräume in der Haut. Sie treten zum Beispiel nach Verbrennungen als Folge von Hitze oder aufgrund von starkem Gegendruck auf.

Bisswunden sind meist die Konsequenz einer unliebsamen Begegnung mit einem Tier. Platzwunden, auch Riss-Quetsch-Wunden genannt, entstehen insbesondere an Körperpartien, an denen die Haut nicht besonders dick ist, wie beispielsweise am Kopf. Schürfwunden zieht man sich in der Regel durch einen Sturz zu, wenn man sich die Haut am groben Boden aufreibt. Schnittwunden werden durch scharfe Gegenstände wie Glasscherben, Scheren oder Messer hervorgerufen. Diese können mitunter sehr tief sein und ziehen schwere Verletzungen mit starken Blutungen nach sich. Genauso verhält es sich mit Stichwunden: Das Eintreten eines spitzen Objekts in die Haut kann sogar Schädigungen von Organen verursachen – mit entsprechend schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Wie lassen sich Verletzungen der Haut am besten behandeln?

Das Positive vorneweg: Die meisten aller Hautverletzungen sind überwiegend harmlos und daher können viele Verletzungen der Haut auch selbst behandelt werden. Das Besprühen mit Desinfektionsmittel gehört zur Erstversorgung von Hautverletzungen und verhindert eine Entzündung der Wunde. Eine schützende Versorgung mit geeignetem Verbandsmaterial trägt ebenso zu einem schnellen Heilungsverlauf  bei. Achten Sie in jedem Fall auf einen bestehenden Impfschutz gegen Tetanus. Dieser beugt dem Wundstarrkrampf vor, einer lebensbedrohlichen Krankheit, die durch spezielle Bakterien (Clostridium tetani) ausgelöst wird. Besonders gefährlich sind stark verschmutze und tiefe Wunden, die nicht bluten, sodass die Erreger nicht heraustransportiert werden. Derartige Wunden sollten in jedem Fall fachgerecht von einem Arzt behandelt werden.

Die Konsultation eines Arztes liegt besonders in Fällen nahe, die starke Blutungen zur Folge haben, wie es vorwiegend bei Stich- und Schnittwunden vorkommt. Das Gleiche gilt für Bisse, die häufig stark verschmutzte Wunden mit einer Vielzahl von Krankheitserregern wie Bakterien nach sich ziehen. Der Arzt wird unter Umständen – je nach Heilungsverlauf – eine Antibiotikatherapie verordnen.

Wenn Sie kleinere Verletzungen der Haut selbst verarzten, ist Hygiene der wesentliche Faktor, damit die Genesung komplikationslos erfolgt. Wichtig: Wunden vor dem Desinfizieren mit Wasser vorsichtig auswaschen! Schürfwunden können Sie zusätzlich mit einer klinischen Seife behandeln, da diese in der Regel nicht sehr tief sind.

Das Gleiche gilt für Verbrennungen: Als Erste-Hilfe-Maßnahme sofort ein paar Minuten mit kaltem Wasser, am besten unter fließendem Leitungswasser, kühlen, bevor Sie die Wunde verbinden. Sollten in der Folge Blasen entstehen, diese am besten mit einem sterilen Verband bedecken.

Bei kleineren Schnitt- und Stichwunden sollten Sie zuerst gegebenenfalls die Blutung stoppen und anschließend verbinden. Bei tieferen Verletzungen der Haut schließt der Arzt zuvor die Wunde mit Klammern oder durch das Zunähen.

Bei Sonnenbrand ist Vorbeugung der beste Schutz. Das bedeutet, die Mittagssonne meiden und immer einen ausreichenden Sonnenschutz auftragen. Wenn diese Art der Hautverletzung trotzdem einmal aufgetreten ist, können zur Kühlung Quarkumschläge aufgelegt werden. Ebenso sollten Sie viel Wasser trinken, dann steht der Heilung nichts mehr im Wege.

Für blaue Flecken bieten sich als wirksame Maßnahmen beispielsweise das Hochlegen und Schonen des betroffenen Körperteils oder das Anbringen von warmen Umschlägen an.

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