Schuppenflechte mit Homöopathie behandeln – geht das?

Schuppenflechte mit Homöopathie behandeln

Homöopathie bei Schuppenflechte: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Grundsatz: Gleiches lässt sich mit Gleichem behandeln
  • Die Selbstheilungskräfte des Körpers sollen aktiviert werden
  • Verabreicht in Form von Tropfen, Tabletten oder Globuli
  • Bei Schuppenflechte kommen unter anderem Hydrocotyle Asiatica, Mahonia Aquifolium und Schwefel zum Einsatz

Wer unter Schuppenflechte leidet, fühlt sich meist nicht ganz wohl in seiner Haut. Die Erkrankten sind immer auf der Suche nach neuen, möglichst schonenden Behandlungsmöglichkeiten. Kann auch die Homöopathie bei Schuppenflechte helfen?

Zweifelsfrei bewiesen ist das nicht. Manche Betroffene schwören auf eine Verbesserung ihrer Beschwerden, andere beobachten keinerlei Veränderung. Aussagekräftige Studien zur Thematik gibt es bislang noch nicht. Die Meinungen der Experten gehen weit auseinander.

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So soll Homöopathie wirken

Grundlage aller homöopathischen Behandlungen ist immer folgende Annahme: Gleiches lässt sich mit Gleichem behandeln. Der Patient bekommt Mittel, in Form von Tropfen, Tabletten oder Globuli, deren Wirkstoffe bei einem gesunden Menschen genau dessen Beschwerden auslösen würden. Wird dagegen der eigene Körper mit den Wirkstoffen konfrontiert, animiert ihn das zur Selbstheilung. So soll das Gleichgewicht wiederhergestellt werden.

Bei Schuppenflechte ist das gar nicht so leicht: Das Immunsystem der Betroffenen identifiziert die Oberhaut fälschlicherweise als Feind – und greift an. Infolge der Entzündungen, die dadurch entstehen, beschleunigt sich die Regeneration der Haut. Vor allem an Knien, Ellenbogen, Füßen, Handinnenflächen und am Kopf kommt es während eines Schubes zu roten Flecken auf der Haut mit deutlich sichtbarer Schuppenbildung.

Homöopathie bei Schuppenflechte

Die Entstehung einer Schuppenflechte kann zum Beispiel genetisch bedingt sein, eine grundsätzliche Veranlagung für die Krankheit muss bei den Betroffenen dann also in der DNA verankert sein. Spontan bricht die Erkrankung in der Regel nicht aus. Erst ein konkreter Auslöser aktiviert die Schuppenflechte. Das kann passieren bei:

  • Stress
  • Medikamenten
  • Bakteriellen Infektionen
  • Anderen Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes

Diese Faktoren müssen nicht zwangsläufig zu einem Ausbruch der Erkrankung führen, können die Gene aber aktivieren. Die rufen dann wiederum das Immunsystem auf den Plan. In seltenen Fällen greift die körpereigene Abwehr anschließend nicht nur die Haut, sondern auch die Gelenke an. Ansteckend ist die Schuppenflechte nicht.

Als alleinige Behandlungsmethode eignet sich die Homöopathie eher nicht – doch kann es durchaus sinnvoll sein, die Schulmedizin mit homöopathischen Mitteln zu ergänzen. Neben den entsprechenden Medikamenten, einer angepassten Lebensweise und der bei Schuppenflechte unerlässlichen Hautpflege kann die Homöopathie durchaus eine Besserung der Beschwerden erzielen. Allein schon die positive Einstellung zur Homöopathie kann dabei entscheidend sein: Gerade bei dieser Form der Hauterkrankung spielt die psychische Verfassung des Patienten eine zentrale Rolle. Ein schlechter Zustand wirkt sich bei Schuppenflechte direkt auf den Zustand der Haut aus. Die Betroffenen fühlen sich häufig noch mehr in den Mittelpunkt negativer Aufmerksamkeit gerückt – und geraten in einen Teufelskreis.

Die homöopathischen Heilmittel

Zum Einsatz können mehrere Wirkstoffe kommen. Hydrocotyle Asiatica, der Indische Wassernabel, ist ein homöopathisches Heilmittel, das Juckreiz lindert und entgiftend wirkt. Heilpraktiker nutzen es deshalb bevorzugt zur Behandlung von Ekzemen und Schuppenflechte. Weiterhin wird auch die Einnahme von Mahonia Aquifolium (die Gewöhnliche Mahonie) empfohlen. Es soll trockene, schuppige Haut beruhigen und Entzündungen lindern – ideal bei den Beschwerden der Schuppenflechte. Die homöopathische Behandlung von Schuppenflechte sieht außerdem die Einnahme von Schwefel vor. Hautausschläge und -entzündungen sowie begleitende Trockenheit und Juckreiz mildert es schonend ab. Weitere Heilmittel, die Heilpraktiker empfehlen, sind:

  • Natrium Muriaticum – bei Schuppenflechte an der Kopfhaut
  • Berberis Aquifolium – bei trockener Haut
  • Sepia – bei Schuppenflechte im Gesicht oder Schambereich

Eingenommen werden die Präparate in sogenannten Niedrigpotenzen: Um die Wirkung der Wirkstoffe beeinflussen oder verbessern zu können, verdünnen Homöopathen alle Heilmittel, die sie an ihre Patienten weitergeben. Vorrangig kommen die Verdünnungsverhältnisse eins zu zehn (Kennzeichnung „D“) und eins zu hundert (Kennzeichnung „C“) zum Einsatz. Letztendlich werden die Heilmittel dann in Form von Tabletten, Tropfen, Salben oder – am häufigsten – als Globuli, also als kleine Streukügelchen, eingenommen.

Auch wenn beim Thema Homöopathie oft kritische Stimmen laut werden und wissenschaftliche Beweise zu ihrer Wirksamkeit noch weitgehend fehlen: Einen Versuch ist es wert. Wenn Sie die Homöopathie als Behandlungsmethode bei Ihrer Schuppenflechte testen wollen, tun Sie es. Allein schon die Überzeugung oder die Hoffnung auf Besserung kann positive Resultate erzielen. Das Wichtigste ist, dass Sie sich wohlfühlen. Die medikamentöse Behandlung der Schuppenflechte sollten sie dabei allerdings nicht vernachlässigen.

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