Was sind Muttermale?

Bei einem Muttermal, im Lateinischen als Naevus bezeichnet, handelt es sich in der Regel um eine gutartige Veränderung der Haut. In der Dermatologie existiert jedoch keine einheitliche Definition des Begriffs. Ein mögliches Unterscheidungskriterium wird von vielen Medizinern am Zeitpunkt der Entstehung festgemacht: Bei vielen gelten Muttermale – im Unterschied zu Leberflecken – als angeboren. Leberflecke  hingegen treten dieser Definition zufolge erst im Verlauf des weiteren Lebens auf.

Muttermale weisen in der Regel eine bräunliche Farbe auf. Sie entstehen, wenn sich viele pigmentbildende Zellen an derselben Hautstelle konzentrieren. Sie sind in unterschiedlichen Größen und Formen über den ganzen Körper verteilt. Ein Mensch verfügt im Durchschnitt über ein paar Dutzend Muttermale.

Auch wenn Muttermale in der überwiegenden Zahl aller Fälle gesundheitlich harmlos sind, können sich in oder auf ihnen Hautkrebszellen entwickeln. Aus diesem Grund sollte man seine Haut regelmäßig von einem Hautarzt untersuchen lassen. Mithilfe eines Hautkrebsscreenings kontrolliert er die Muttermale dahingehend, ob sie sich vergrößert, in der Form verändert oder verfärbt haben. Diese Anzeichen können – müssen aber nicht – Indizien einer Erkrankung der Haut sein.

Muttermale – Ursachen und Symptome

Welche Ursachen haben Muttermale?

Es besteht keine Einigkeit unter den Medizinern über die Ursachen für die Entstehung von Muttermalen. Unstrittig ist jedoch, dass es nicht nur ein einzelner Faktor ist, der das Auftreten der Muttermale bedingt.
Einige Faktoren, welche das Aufkommen von Muttermalen begünstigen, sind:

  • Erbliche Faktoren
  • Hauttyp
  • Der Farbstoff Melanin

Experten gehen davon aus, dass Vererbung eine nicht unwesentliche Rolle bei der Entstehung von Muttermalen spielt. Dabei gilt: Je häufiger die Flecken auf der Haut in der unmittelbaren Verwandtschaft, also vor allem bei Mutter, Vater und Großeltern, vorkommen, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man selbst viele Muttermale auf der Haut hat.

Der Hauttyp bedingt ebenso das Auftreten der Muttermale: Je heller eine Haut ist, desto mehr Muttermale sind auf dem Körper zu finden. Das Gleiche gilt ebenso in die umgekehrte Richtung. Dementsprechend haben Menschen mit einer dunkleren Haut meist eine geringe Anzahl an braunen Flecken auf der Haut.

Der Farbstoff Melanin wirkt bei der Bildung der dunklen Hautflecke entscheidend mit. Muttermale sind nichts anderes als eine Ansammlung von pigmentbildenden Nävuszellen. Diese bewegen sich von tieferen Regionen des Körpers in höhere Hautschichten, wo sie sich vervielfältigen, wobei das Melanin für die dunkle Farbe der Male verantwortlich ist.

Gibt es Hausmittel gegen Muttermale?

Gerade aus kosmetischen Gründen möchten sich viele Menschen von den ihnen lästigen Muttermalen befreien. Im Laufe der letzten Jahre erfreuen sich die folgenden Methoden großer Beliebtheit. Um den gewünschten Effekt des Aufhellens beziehungsweise Bleichens zu entfalten, müssen diese über einen längeren Zeitraum konsequent angewandt werden. Die allermeisten Mediziner dürften die Erfolgsaussichten allerdings als nicht allzu hoch einschätzen.

  • Tinktur mit Apfelessig als Grundlage
  • Auftragen von Zitronensaft

Viele schwören auf Apfelessig, wenn es um die Aufhellung von Muttermalen geht. Dieser lässt sich beispielsweise zusammen mit Orangensaft oder Zwiebeln mischen und auf die betroffenen Hautflecke auftragen. Nach einer Weile soll ein deutlicher Bleicheffekt zu sehen sein.
Genau den gleichen Wirkungszusammenhang entfaltet Zitronensaft. Die wie im Apfelessig enthaltene Säure sorgt dafür, dass der Hautfleck heller erscheint.

Lassen sich Muttermale entfernen?

Wem das Bleichen der Muttermale mithilfe von Hausmitteln medizinisch nicht fundiert genug ist, kann diese durch einen Dermatologen professionell entfernen lassen.
Bei den allermeisten Muttermalen besteht keine zwingend erforderliche medizinische Notwendigkeit für einen Eingriff. In den meisten Fällen sind die dafür vorliegenden Gründe eher kosmetisch-ästhetischer Natur und die Kosten für das Entfernen der Muttermale muss jeder selbst tragen.
Es stehen zwei wesentliche Methoden zur Verfügung, Muttermale operativ entfernen zu lassen:

Beide Eingriffe finden unter örtlicher Betäubung statt.
Die Lasermethode wird meistens nur bei Eingriffen aus kosmetischen Gründen angewendet. Das liegt daran, dass bei potenziell vorliegendem Hautkrebs kein Gewebe durch Lasern verbrannt werden darf, weil sich im Nachhinein sonst nicht mehr feststellen lässt, welche Beschaffenheit und Zusammensetzung die betroffenen Stellen hatten. Wird ein Muttermal hingegen einfach aus der Haut geschnitten, lassen sich die Gewebeproben nach der Operation problemlos im Labor analysieren, sodass eine genaue Diagnose gestellt werden kann.

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