Leberflecken sollten stets beobachtet werden

Muttermal, Leberfleck, Pigmentfleck. Begriffe, die braune Flecken beschreiben und sehr häufig auf der menschlichen Haut vorkommen, gibt es viele. Manchmal fällt es schwer, den Überblick zu behalten, wann es sich um was handelt. Denn der Volksmund verwendet viele Begriffe als bedeutungsgleiche Wörter, obwohl sie es medizinisch gar nicht sind.

Ein Leberfleck sollte regelmäßig vom Facharzt kontrolliert werden.

Leberfleck oder Muttermal?

Sowohl beim Leberfleck als auch beim Muttermal handelt es sich um Pigmentflecke , also eine Anhäufung von Pigment bildenden Zellen in der Haut. Diese Zellen bilden vermehrt einen dunklen Farbstoff, die wir beispielsweise als Flecken in der Haut wahrnehmen.

Ein Leberfleck ist eine Wucherung der Haut, die – und das ist die gute Nachricht – in der Regel gesundheitlich harmlos ist. Nichtsdestotrotz kann aus einem Leberfleck – wenn auch in seltenen Fällen – Hautkrebs entstehen, weswegen eine wiederkehrende medizinische Beurteilung ratsam ist.

Der Unterschied von Leberfleck und Muttermal hingegen ist am Zeitpunkt ihrer Bildung festzumachen: Während ein Muttermal bereits vor der Geburt entsteht, tritt ein Leberfleck erst im weiteren Lebensverlauf in Erscheinung.

Wie sieht ein Leberfleck aus?

Kein Leberfleck gleicht dem anderen: Farbe, Form und Größe der Hautflecke können sehr unterschiedlich sein. Meistens sind sie hell- bis dunkelbraun und haben durchschnittlich einen Umfang von mehreren Millimetern. Auch ihr Vorkommen auf der menschlichen Haut ist sehr verschieden: Besitzen einige Menschen insgesamt nur sehr wenige Leberflecke, haben andere eine dreistellige Anzahl vorzuweisen. Als Mittelwert lassen sich hier zwischen 20 und 50 Leberflecke pro ausgewachsenen Menschen zählen.

Welche Ursachen hat ein Leberfleck?

Leberflecke treten erst im Laufe des Lebens auf. Dies gilt vor allem für Körperteile, die einer hohen Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind. Dazu zählen beispielsweise das Gesicht, aber auch Oberarme, Beine, Schultern oder das Dekolleté.

So ist es in der Medizin mittlerweile unstrittig, dass es eine Korrelation zwischen der Entstehung von Leberflecken und der UV-Strahlung gibt. Die Sonne verstärkt die Produktion von pigmentbildenden Zellen in der Haut. Diese Wechselwirkung ist umso stärker, je heller der Hauttyp eines Menschen ist.

Das Gleiche gilt bei der Vererbung von Genen, die ebenso bei dem Aufkommen der braunen Hautflecke eine wesentliche Rolle spielen. Weisen die Eltern einen hellen Teint auf, ist analog bei den Kindern die gleiche Hautfarbe zu erwarten – die Wahrscheinlichkeit, viele Leberflecke zu bekommen, steigt.

Leberflecke behandeln

Die meisten Leberflecke müssen aus medizinischer Sicht nicht entfernt werden. Da jedoch das Risiko besteht, dass sich aus einem Leberfleck Hautkrebs entwickelt, sollte man seine eigene Haut genau beobachten. Wenn Sie beispielsweise erkennen, dass sich Ihre Leberflecke vergrößern, verdunkeln, in ihrer Beschaffenheit verändert haben oder ein plötzliches Jucken einsetzt, ist es niemals falsch, sich ärztlich beraten zu lassen, um Hautkrebs als Ursache auszuschließen. Sicher ist sicher! Auch die regelmäßige Hautkrebsvorsorge bei einem Dermatologen sollten Sie in Anspruch nehmen.

Ab dem 35. Lebensjahr übernehmen die Krankenversicherungen alle zwei Jahre die Kosten für eine Hautkrebsvorsorge-Untersuchung. Einige Krankenkassen bieten die Kostenübernahme auch schon für jüngere Versicherte, in größerem Umfang oder in kürzeren Abstände an. Informieren Sie sich am besten direkt bei Ihrer Versicherung.

Sollten Sie einen Leberfleck operativ entfernen lassen wollen, gibt es mehrere Möglichkeiten das zu tun. Ihr Dermatologe kann die Hautflecke herausschneiden, herausstanzen oder weg lasern. Wenn es eine medizinische Notwendigkeit für den Eingriff gibt, werden die Kosten sogar komplett von der Krankenversicherung übernommen. Das Ganze gilt natürlich nicht, wenn Sie die Operation aus rein kosmetischen Gründen durchführen lassen. In diesem Falle tragen Sie die finanzielle Belastung selbst.