Methoden der Faltenbehandlung: Was hilft gegen Falten?

Wenn sich die ersten Fältchen im Gesicht abzeichnen, reagieren viele Menschen nicht gerade erfreut – das betrifft Männer ebenso wie Frauen. Wer sich nicht mit den Zeichen der Hautalterung abfinden möchte, kann auf verschiedene Möglichkeiten der Faltenbehandlung zurückgreifen. Hier erhalten Sie Antworten auf die Frage: Was hilft gegen Falten?
Zur Faltenbehandlung unterzieht sich eine Frau dem Lifting

Was hilft gegen Falten? Ein Überblick der verschiedenen Möglichkeiten

Wer etwas gegen die Falten in seinem Gesicht unternehmen möchte, hat meist die Qual der Wahl: Die Kosmetik bietet zahlreiche Möglichkeiten der Faltenbehandlung an. Eine Auswahl der gängigen Methoden:

  • Spritzen (Injektionen) mit verschiedenen Wirkstoffen
  • Operationen, in der Regel Liftings
  • äußere Anwendungen wie Cremes oder Masken
  • Wärmebehandlungen (Radiofrequenzmethode)
  • Microneedling

Bei der Auswahl der passenden Methode kommen verschiedene Faktoren ins Spiel. Größere Eingriffe wie Liftings oder Anti-Falten-Spritzen sind beispielsweise vergleichsweise teuer, zudem können Nebenwirkungen auftreten. Cremes und andere äußere Anwendungen sind in der Regel günstiger, dafür ist der sichtbare Effekt geringer und stellt sich oft erst nach einiger Zeit ein.

Im folgenden erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Methoden.

Falten weg mit Spritzen

Wer keine Angst vor Nadeln hat, kann sich zur Faltenbehandlung Spritzen verabreichen lassen. Je nach Wirkstoff sollen sie entweder die Haut aufpolstern oder eine leichte Lähmung der Gesichtsmuskulatur hervorrufen, die Mimikfältchen lindern soll.

Bei der Faltenunterspritzung werden – wie der Name schon andeutet – unterschiedliche Wirkstoffe in die Haut gespritzt, um diese aufzupolstern und so Falten zu minimieren. Dabei wird zwischen Stoffen unterschieden, die der Körper wieder abbaut, und denjenigen, die dauerhaft im Körper verbleiben. Zu ersteren gehören:

  • Hyaluronsäure
  • Kollagen
  • Polymilchsäure

Ein Inhaltsstoff, der für längere Zeit im Körper verbleiben sollte, ist zum Beispiel Silikon. Dauerhafte Mitteln werden in der Faltenbehandlung jedoch heutzutage in der Regel nicht mehr eingesetzt.

Risiken beider Anti-Falten-Behandlungen sind zum Beispiel eine starre Gesichtsmuskulatur und Mimik, herabhängende Augenbrauen sowie Unverträglichkeiten oder falsch gesetzte Spritzen bei der Faltenunterspritzung. Diese negativen Begleiterscheinungen sind zwar in der Regel nicht dauerhaft, können die Betroffenen dennoch sehr belasten.

Faltenbehandlung per Skalpell: Die Gesichtshaut liften

Bei einem Facelifting können verschiedene Bereiche des Gesichts und auch der Hals gestrafft werden. Es handelt sich dabei um einen operativen Eingriff, der meist unter Vollnarkose, bei kleineren Eingriffen auch unter lokaler Betäubung und Dämmerschlaf stattfindet. Dabei wird im Idealfall die Haut in Verbindung mit dem Fett- und Bindegewebe korrigiert und gestrafft. Als Folge des Eingriffs bleiben meist feine, strichförmige Narben am Gesichtsrand – also dort, wo der Schnitt gesetzt wurde.

Eine andere Methode des Liftings ist das sogenannte Faden-Lifting. Dieser Eingriff kommt ganz ohne Skalpell aus. Beim Faden-Lifting werden Fäden mit kleinen Widerhaken oder Kügelchen durch die Haut gezogen, was zwei Anti-Falten-Effekte haben soll:

  • Durch die kleinen Widerhaken oder Kügelchen wird die Haut leicht angezogen und gestrafft.
  • Um die Fäden herum bildet der Körper verstärkt Kollagen, die Haut wirkt dadurch fester und straffer.

Der Effekt kann bis zu drei Jahre anhalten. Die heutzutage verwendeten Fäden lösen sich nach einiger Zeit wieder auf. Ein Faden-Lifting mit Fäden, die nicht vom Körper abgebaut werden, ist nicht ratsam – es können Verwachsungen entstehen. Ein falsch eingezogener Faden birgt zudem die Gefahr, dass er unter der Haut durchschimmert und sichtbar ist.

Inhaltsstoffe in Cremes und Co. – was hilft gegen Falten?

Falten und andere Zeichen einer älter werdenden Haut gehen durch Cremes und andere äußere Anwendungen nur bedingt wieder weg – die Zeit lässt sich auch für die Haut nicht zurückdrehen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, das Hautbild zu verbessern. Empfohlene Inhaltsstoffe für die Haut sind zum Beispiel:

  • Harnstoff: versorgt die Haut mit Feuchtigkeit
  • Hyaluronsäure: dient dazu, einen feuchtigkeitsbindenden Film auf der Haut zu bilden
  • Vitamin A (Retinol): soll unter anderem glättend wirken und den Stoffwechsel in der Haut anregen
  • Ceramide: können die natürliche Schutzbarriere der Haut verbessern

Insbesondere bei der Hyaluronsäure ist eine regelmäßige, täglich erfolgende Hautpflege wichtig – denn der feuchtigkeitsspendende Film auf der Haut hält nur begrenzt an. Doch auch bei anderen Inhaltsstoffen ist die Wirkung bei regelmäßiger Anwendung besser. Einmal in der Woche kann zusätzlich eine Maske mit entsprechenden Inhaltsstoffen aufgetragen werden.

Insgesamt profitiert die Haut von einer feuchtigkeitsspendenden Pflege, da sie mit den Jahren dazu neigt, immer trockener zu werden. Die angepasste Pflege kann in manchen Fällen sogar die ersten Fältchen hinauszögern. Erfahren Sie hier mehr über Anti-Aging-Methoden.

Microneedling und Radiofrequenz: Falten weg durch Stimulation

Zwei weitere Methoden, die Falten weg zu bekommen, sind die Radiofrequenz-Behandlung und das Microneedling. Bei der Radiofrequenz-Behandlung entsteht Wärme in tieferen Hautschichten, wodurch die körpereigene Herstellung von Kollagen und Elasten angeregt werden soll. Beides sind wichtige Proteine, deren Produktion mit den Jahren nachlässt. Wichtig ist, für die Behandlung zu einem erfahrenen Arzt zu gehen und eine ausführliche Beratung zu erhalten. Wird das Gerät, das optisch an ein Ultraschallgerät erinnert, falsch gehandhabt, kann beispielsweise zu viel Wärme entstehen und die Haut geschädigt werden. Wie lange der Anti-Falten-Effekt anhält und wie viele Anwendungen nötig sind, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch.

Beim Microneedling soll ebenfalls die Produktion von Kollagen in der Haut angeregt werden. Mithilfe eines sogenannten Dermarollers wird die zuvor desinfizierte und leicht betäubte Haut mit unzähligen, kleinen Nadeln gestochen. Die Einstiche sollen wiederum die Kollagenproduktion anregen. Während der Behandlung können kleine Blutstropfen austreten, Rötungen und Schwellungen des Gesichts sind ebenfalls mögliche Nebenwirkungen. Auch diese Anwendung sollte erfahrenes Fachpersonal durchführen, um Schäden an der Haut zu vermeiden.

Tipp: Alternativ kann das körpereigene Kollagen auch durch kollagenhaltige Präparate zum Einnehmen unterstützt werden.

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