Schuppenflechte – was steckt dahinter? Was löst die Erkrankung aus?

26. November 2020

20 Min.

Person kratzt sich an den Händen. Schuppenflechte äußert sich durch juckende und schuppende Hautareale.

Allein in Deutschland leiden mehr als zwei Millionen Menschen unter Schuppenflechte (Psoriasis).1 Dabei handelt es sich um eine chronische Autoimmunerkrankung, deren häufigste Form die Psoriasis vulgaris ist. Diese äußert sich typischerweise durch rote, juckende und schuppende Hautflächen. Doch wie genau entsteht die Erkrankung? Und ist Psoriasis ansteckend? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie nachstehend.


Überblick:

Die wichtigsten Fragen zu Schuppenflechte

Was ist Schuppenflechte?

Schuppenflechte – medizinisch Psoriasis – ist eine Autoimmunerkrankung (Ursache liegt im körpereigenen Immunsystem). Sie betrifft vor allem die Haut, kann aber auch Nägel, Lymphknoten sowie Gelenke befallen.

Wie äußert sich die Schuppenflechte?

Bei der häufigsten Form, der Psoriasis vulgaris, kommt es zu roten, entzündeten Hautstellen mit silbrigen Schuppen. Die Symptome finden sich häufig an der behaarten Kopfhaut sowie an Stellen, die stark beansprucht sind, so beispielsweise Ellbogen, Knie, Hände und Gesicht.

Welche Ursachen kommen für Schuppenflechte infrage?

Die genauen Gründe für die Entstehung der Schuppenflechte sind noch nicht geklärt. Allerdings gehen Experten vor allem von einer genetischen Veranlagung aus, die in Kombination mit weiteren Faktoren wie Stress oder ungünstiger Ernährung zu einem Ausbruch der Krankheit führt.

Wie sieht die Behandlung der Schuppenflechte aus?

Bislang gibt es keine Methode zur Behandlung der eigentlichen Ursache. Daher steht das Abklingen der Symptome im Fokus, beispielsweise durch die Anwendung juckreizlindernder Salben oder mithilfe der UV-Lichttherapie. Um einen Ausbruch zu verhindern, sollten Patienten ihre individuellen Auslöser im Blick behalten: Helfen können beispielsweise das Vermeiden von Stress oder die Umstellung der Ernährung.

Schuppenflechte: Was steckt dahinter?

Psoriasis stellt den medizinischen Fachbegriff für die Schuppenflechte dar. Sie zählt mit zu den häufigsten entzündlichen Haut- und Gelenkerkrankungen, von der immerhin zwischen zwei und drei Prozent der Bevölkerung betroffen sind.2 Genauer gesagt handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die in den meisten Fällen chronisch verläuft. Zugrunde liegt der Schuppenflechte ein fehlerhaftes Immunsystem: Körpereigenes Gewebe wird angegriffen und eine Verletzung vorgetäuscht. In der Folge kommt es zu einer Entzündungsreaktion.

Im Fall der Psoriasis vulgaris – die häufigste Form der Schuppenflechte, an der rund 85 Prozent aller Betroffenen leiden– bedeutet das, dass der Körper sich selbst somit zu einer vermehrten Produktion neuer Hautzellen anregt.1 Die Überproduktion treibt die Zellen beschleunigt aus den tieferen Hautschichten an die Oberfläche, als es bei gesunden Menschen der Fall ist. Normalerweise dauert dieser Vorgang etwa einen Monat, bei Psoriasis-Erkrankten kann sich dies auf wenige Tage verkürzen.2

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Ist Schuppenflechte ansteckend?

Auf die Frage, ob Schuppenflechte ansteckend ist, lautet die klare Antwort „nein“. Eine Übertragung der Krankheit durch Hautkontakt oder dergleichen ist nicht möglich.

Ursachen: Was löst die Schuppenflechte aus?

Bei der Psoriasis handelt es sich um eine chronische Erkrankung der Haut, die häufig aufgrund einer erblichen Veranlagung entsteht. Allerdings reicht das Vorhandensein der genetischen Komponente allein nicht aus, damit es zu einem Ausbruch der Erkrankung kommt. Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, unter anderem:

Aha!

Der Forschungsbedarf bezüglich der Ursachen von Psoriasis ist weiterhin hoch. Solange die Ursachen nicht vollständig geklärt sind, ist eine nachhaltige Therapie der Schuppenflechte kaum möglich. Vor allem die voranschreitende Entschlüsselung des genetischen Codes bietet hier zumindest langfristig eine Perspektive. Derzeit müssen sich Erkrankte allerdings auf eine Behandlung der Symptome beschränken.

Genetik und Vererbung

Tochter küsst Mutter auf Wange – die Schuppenflechte ist vererbbar.

Bei einem Großteil der Psoriasis-Patienten ist die Erkrankung Bestandteil der Familiengeschichte. Je mehr Blutsverwandte betroffen sind, desto höher ist das Risiko, selbst an einer Schuppenflechte zu erkranken: Beispielsweise liegt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das Kind Psoriasis entwickelt, bei 60 bis 70 Prozent, wenn beide Elternteile betroffen sind.2 Hat nur ein Elternteil Schuppenflechte, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Vererbung immerhin noch bei rund 30 Prozent.2 Unbestritten hat die Psoriasis also eine starke erbliche Komponente; es gilt als gesichert, dass überwiegend Personen mit einer entsprechenden Veranlagung an Schuppenflechte erkranken. Allerdings ist unklar, wie der Gendefekt überhaupt entsteht.

Ein denkbarer Ansatz ist der Zusammenhang zwischen den auf Chromosom 6 befindlichen Genen und der Schuppenflechte.3 Auf diesem Chromosom befinden sich wesentliche Informationen, die für die Funktion des Immunsystems relevant sind. Die Informationen auf Chromosom 6 werden dabei zur Produktion spezieller Antigene benötigt, die körpereigene von körperfremden Zellen unterscheiden können. Und genau hierin wird eine mögliche Ursache der Schuppenflechte vermutet: Das Immunsystem reagiert bei einer Psoriasis-Erkrankung teilweise auf die körpereigenen Zellen (Überreaktion des Immunsystems), als wären es Fremdkörper, und löst dadurch eine Entzündung aus.

Auch Studien mit eineiigen Zwillingen erhärten den Verdacht der genetischen Veranlagung: Einer der beiden Zwillinge erkrankt mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit an Schuppenflechte, wenn der andere Zwilling bereits darunter leidet. Für zweieiige Zwillinge liegt das Risiko bei etwa 20 Prozent.4

Aha!

Die genetische Veranlagung liefert noch keine hinreichende Begründung für den tatsächlichen Ausbruch der Krankheit. Denn nicht jeder Gendefekt führt zwangsläufig zu einer Erkrankung, weshalb weitere Faktoren wie Lebensweise und Umwelteinflüsse in Betracht kommen.

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Lebensweise als Ursache für Schuppenflechte

Bei der Entstehung und dem Ausbruch von Hauterkrankungen wird der Psyche eine entscheidende Rolle zugewiesen. Bei Schuppenflechte kann vor allem belastender Stress (Distress) – sowohl im Berufs- als auch Privatleben – die Beschwerden verstärken. In Studien wurde herausgefunden, dass es bei andauerndem Stress nach etwa 10 Minuten zu einem Anstieg der immunologisch aktiven Zellen im Blut kommt – ein Faktor, der für die Entstehung beziehungsweise Aufrechterhaltung der Schuppenflechte bedeutsam ist.5 Es wird angenommen, dass Psoriasis-Patienten anfälliger für seelische Belastungen sind und diese den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen können.

Aber nicht nur die Psyche kann eine Rolle bei Schuppenflechte spielen. Weitere Faktoren, die bei der Erkrankung ebenfalls als wenig förderlich gelten, sind unter anderem:

  • unverhältnismäßiger Konsum von Alkohol und Tabak
  • Übergewicht beziehungsweise Fettleibigkeit
  • Handhabung von reizenden Stoffen (wie Chemikalien)
  • Raumklima (unter anderem trockene Heizungsluft im Winter)

Zudem stehen Verletzungen der Haut, zum Beispiel durch Tätowierungen oder einen Sonnenbrand, sowie Hautreizungen aufgrund zu enger Kleidung oder kratzendem Material als Auslöser im Verdacht.

Interessant:

Auch bestimmte Lebensmittel, beispielsweise fettreiche Fische (Lachs, Hering), Weizenprodukte oder Zucker, sollen die entzündliche Hautreaktion hervorrufen. Durch die Umstellung der Essgewohnheiten ist es möglich, die Symptome deutlich zu verbessern. Eine spezielle sowie ausgewogene Ernährung kann dabei helfen, die Haut gesund zu halten und sie bei ihren Aufgaben zu unterstützen.

Infektionen und Krankheiten als Ursachen

In Bezug auf den Ausbruch der Schuppenflechte spielen unter anderem Infektionen mit verschiedenen Erregern eine Rolle: Generell kommen Viren (zum Beispiel bei Masern-, Herpes- oder Windpocken-Infektionen) ebenso infrage wie Pilze (Malassezia furfur, Candida albicans) oder Bakterien (Streptokokken, Staphylococcus aureus). Aber auch bestimmte Arten von Erkrankungen werden als Auslöser der Schuppenflechte in Betracht gezogen.

Vor allem folgende Faktoren sind für einen Psoriasis-Schub relevant:

  • Atemwegserkrankungen wie eine Erkältung, Bronchitis oder Mandelentzündung
  • chronische Infektionen, beispielsweise der Zahnwurzeln, der Harnwege oder des Darms
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • HIV-Infektion

Inhaltsstoffe in Arzneimitteln

Bestimmte Medikamente können den Ausbruch einer Schuppenflechte begünstigen. Dabei kommt es weder auf die Darreichungsform noch auf die Anwendung (äußerlich/innerlich) an. Vielmehr sind es bestimmte Inhaltsstoffe, die vorwiegend im Verdacht stehen, eine Schuppenflechte auszulösen oder zu verschlimmern:6,7

Wirkstoff/Medikamentengruppe Beispielhafte Anwendungsgebiete
Chloroquin Anti-Malaria-Mittel
Lithium Psychotherapie, Cluster-Kopfschmerz
Betablocker vor allem als Bluthochdruck-Medikament
Interferone bei Multipler Sklerose, Hepatitis B und C Viruserkrankungen

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Wie äußert sich eine Psoriasis vulgaris?

Frau hat Schuppenflechte am Ellenbogen.

In ihrer typischen Erscheinungsform führt die Psoriasis vulgaris zu roten, entzündeten Hautstellen, die mit silbrigen Schuppen bedeckt sind. Sie treten meist an Körperstellen auf, an denen die Haut entweder durch Beugen und Strecken häufig gedehnt wird oder anderen Beanspruchungen wie Witterung oder Reibung ausgesetzt ist. Hierzu zählen:

Auch die Zehen- und Fingernägel können von der sogenannten Nagelpsoriasis betroffen sein. Hierbei bilden sich gräuliche bis bräunliche Abdrücke (Tüpfelnägel) auf der Nageloberfläche oder die Nägel wirken gelblich verfärbt (Ölflecke).

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Schuppenflechte ist nicht gleich Schuppenflechte – die Arten im Überblick

Je nach Erscheinungsbild, Verlauf und betroffenen Hautarealen unterscheidet die Dermatologie verschiedene Formen von Psoriasis. Folgende Haupttypen der Schuppenflechte lassen sich unterscheiden:

  • Psoriasis vulgaris (Plaque-Psoriasis): Dabei handelt es sich um die häufigste Form der Schuppenflechte. Die Hautveränderungen zeigen sich rot an der Basis und sind von silbrigen Schuppen bedeckt. Sie treten überwiegend an den bevorzugten Hautstellen der Psoriasis (Außenseiten der Gelenke, Hände/Füße, Rumpf) auf.
  • Psoriasis guttata: Kleine, tropfenförmige Hautveränderungen erscheinen auf dem Rumpf, den Gliedmaßen und der Kopfhaut. Psoriasis guttata wird meist durch Infektionen der oberen Atemwege ausgelöst (zum Beispiel Mandelentzündung durch Streptokokken-Bakterien). Von dieser Form sind allen voran Kinder und junge Erwachsene betroffen.8
  • Psoriasis punctata: Die befallenen Stellen sind etwa so groß wie der Kopf eines Streichholzes. Die Schuppenflechteherde finden sich vorwiegend am Rumpf.
  • Psoriasis pustulosa: Mit Eiter gefüllte Pusteln treten auf der Haut auf. Einzelne Schübe von Psoriasis pustulosa können durch Medikamente, Infektionen, Stress oder den Kontakt mit bestimmten Chemikalien ausgelöst werden.
  • Inverse Psoriasis: Hier ist die Oberfläche der Haut zumeist glatt und es bilden sich in der Regel keine Schuppen. Jedoch treten rote Flecken in den Hautfalten in der Nähe der Genitalien, unter den Brüsten oder in den Achseln auf. Die Symptome können sich durch Reibung und Schwitzen verschlechtern.
  • Erythrodermische Psoriasis: Die Rötung und Schuppung kann sich über die gesamte Körperoberfläche ziehen (beispielsweise nach zu intensiver äußerlicher Behandlung). Diese Form der Psoriasis stellt eine der schwerwiegendsten Verlaufsformen dar und erfordert in der Regel sofortige ärztliche Hilfe.
  • Psoriasis arthritis: Bei dieser Form der Schuppenflechte handelt es sich um eine komplexe Krankheit, die nicht nur die Haut, sondern ebenso die Gelenke befallen kann. Bei der Psoriasis arthritis kommt es neben der Hautrötung auch zu arthritischen Gelenkentzündungen. Die Hautveränderungen und Gelenkentzündungen müssen jedoch nicht zwingend gleichzeitig auftreten.

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Die Behandlungsmöglichkeiten bei Psoriasis

Frau lässt Schuppenflechte beim Arzt untersuchen.

Die Schuppenflechte ist eine chronische Erkrankung, für die es bis dato keine Therapie der eigentlichen Ursache gibt. Derzeit können Patienten lediglich die Symptome lindern, aber die Krankheit selbst nicht heilen.

Aha!

Die typischen Entzündungssymptome der Schuppenflechte werden durch spezielle Zellen des Immunsystems ausgelöst (T-Zellen). Es werden derzeit neue Therapien erforscht, die zum Ziel haben, das Immunsystem zu beruhigen und dessen Reaktion an den betroffenen Hautstellen zu unterdrücken. Hierzu wird die Aktivität der T-Zellen eingeschränkt oder die Entzündungsreaktion durch spezielle Proteine blockiert. Sofern dies gelingt, können sowohl Psoriasis-Erkrankte als auch Patienten mit anderen Krankheiten, an denen das Immunsystem beteiligt ist, wie etwa Neurodermitis, davon profitieren.

Um die Schuppenflechte in den Griff zu bekommen und zumindest weitgehend beschwerdefrei leben zu können, stehen Patienten derzeit eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung. Als Basis sollten Betroffene auf eine gute Hautpflege achten: Rückfettende Salben, Cremes oder Lotionen haben unter anderem die Aufgaben, die Haut geschmeidig zu halten und Juckreiz zu lindern. In einigen Produkten sind zudem Inhaltsstoffe wie Harnstoff (Urea) oder Salicylsäure enthalten, die gegen die Schuppung der Haut vorgehen sollen.

Neben einer guten Basistherapie gibt es noch weitere Maßnahmen, die Psoriasis-Patienten ergreifen können:

  • Salben mit verschiedenen Wirkstoffen (vorrangig Kortison, das unter anderem die Entzündungssymptome verringert)
  • Lichtbehandlung (beispielsweise UV-B-Strahlen, die das Wachstum von neuen Hautzellen verlangsamen und die Entzündung hemmen können)
  • systemische Therapie in Form von Tabletten oder Spritzen (als besonders wirksam gilt zum Beispiel Methotrexat, das zu einer Rückbildung der schuppigen Bereiche führt, oder Biologika die beispielsweise entzündungsfördernde Botenstoffe blockieren)
  • Des Weiteren finden auch alternativmedizinische Ansätze wie Akkupunktur oder homöopathische Mittel Anwendung. Bei einzelnen Patienten schlagen diese Methoden gut an, breitere Studien zur Wirksamkeit liegen jedoch nicht vor.

    Im Allgemeinen können Hausmittel wie Apfelessig oder Bittersalz sowie sanfte Pflegemaßnahmen mit Salben und Cremes die Symptome lindern. Die Schuppen werden dadurch entfernt, die Hautreizungen gehen zurück und die Haut wirkt glatter und geschmeidiger.

    In enger Absprache mit einem Hautarzt wird dieser, je nachdem wie schwer die Erkrankung ist und wo sich die beteiligten Hautbereiche befinden, eine möglichst individuelle Therapieform wählen. Auch die Reaktion des Patienten auf bereits erfolgte Behandlungen spielt bei der Wahl der geeigneten Mittel eine große Rolle. Welche Methode dabei erfolgreich ist, unterscheidet sich von Patient zu Patient. Mitunter ist es deshalb nötig, die Art der Therapie zu wechseln, wenn diese nicht anschlägt oder unerwünschte Nebenwirkungen auftreten.

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    Wie lässt sich ein Schub verhindern?

    Die erbliche Veranlagung zur Schuppenflechte ist nicht änderbar. Auf was Sie allerdings im unterschiedlichen Ausmaß Einfluss haben, sind die auslösenden Faktoren einer Psoriasis. So können Sie versuchen, seelische Belastungen zu vermeiden. Lassen Sie sich von Alltagsproblemen nicht zu sehr stressen und ändern Sie Ihre Einstellung gegenüber vermeintlich negativen Dingen. Manche Gegebenheiten gilt es daher einfach zu akzeptieren, um unnötigen Stress zu vermeiden.

    Eine gesunde Lebensweise ist ebenso ein bewährtes Mittel, die Schuppenflechte erst gar nicht aufkommen zu lassen.

    • Beschränken Sie den Konsum von Alkohol und Tabakwaren auf ein Minimum.
    • Ernähren Sie sich von frischen Lebensmitteln mit wenig industriellen Zusatzstoffen.
    • Treiben Sie ausreichend Sport, um Übergewicht zu vermeiden.

    Mit den genannten Punkten stärken Sie zudem Ihr Immunsystem – ein wichtiger Punkt, um den Ausbruch der Schuppenflechte zu verhindern. Darüber hinaus sollten Sie Infektionskrankheiten aus dem Weg gehen, indem Sie größere Menschenmengen in der Erkältungssaison meiden und sich nach Körperkontakt oder dem Aufhalten in der Öffentlichkeit gründlich die Hände waschen.

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    Leben mit Schuppenflechte: Tipps zum Umgang

    Auch wenn Schuppenflechte nicht ansteckend ist, hält sich dieses Vorurteil hartnäckig. Für die meisten Psoriasis-Patienten ist eine daraus resultierende, leichte Scheu des Umfelds oder das rasche Wegschauen anderer Menschen unangenehm oder verletzend. Hierbei hat sich ein offener Umgang mit der Hautkrankheit in vielen Fällen als hilfreich erwiesen. Denn häufig stammt die Scheu nur aus Unwissenheit über die Schuppenflechte. Zumindest bei engen Freunden und Verwandten ist es daher ratsam, von sich aus das Gespräch zu suchen und über die Hautkrankheit aufzuklären.

    Um den Alltag mit Schuppenflechte zu erleichtern, ist es zudem wichtig, sich trotz alledem wohl in der eigenen Haut zu fühlen. Denn psychischer Stress wie Probleme mit dem Selbstwertgefühl können die Schuppenflechte verstärken – was wiederum einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden zur Folge hat. Um aus diesem Kreislauf auszubrechen, ist unter Umständen eine Psycho- beziehungsweise Verhaltenstherapie hilfreich.

    In vielen Fällen führen auch Entspannungsübungen dazu, dass Betroffene ausgeglichener werden und die Beschwerden der Schuppenflechte nachlassen. Unter anderem eignen sich hierfür

    • autogenes Training,
    • progressive Muskelentspannung und
    • Yoga.

    Neben dem seelischen Aspekt sind Menschen, die unter einer Schuppenflechte leiden, häufig von körperlichen Beschwerden betroffen. Der Juckreiz und die Schmerzen beeinträchtigen mitunter massiv alltägliche Tätigkeiten wie Körperpflege, Bewegung und den Schlafrhythmus. Für den Betroffenen bedeutet dies unter anderem Folgendes:

    • Treten die Schuppenflechtenherde beispielsweise an Händen und Füßen auf, kann dies in Einzelfällen dazu führen, dass der erlernte Beruf (beispielsweise Frisör) nicht mehr ausgeübt werden kann.
    • Unter Umständen ist es Patienten nicht mehr möglich, dem Lieblingssport nachzugehen oder die Herausforderungen der Haushaltsführung problemlos zu meistern.
    • Die medikamentöse Behandlung der Schuppenflechte und der Erwerb spezieller Pflegemittel kann nicht nur kostspielig sein; die Arztbesuche und Therapiesitzungen müssen außerdem mit dem eigenen Zeitplan und den Tagesabläufen in Einklang gebracht werden.

    Mit der richtigen Behandlung lassen sich die Symptome jedoch meist gut in den Griff bekommen. Selbst nahezu beschwerdefreie Zeiten sind dann möglich.

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