Ernährung, Entspannung und Co.:
Was gegen Schuppenflechte hilft

Wer an Schuppenflechte leidet, kennt Probleme mit trockener, juckender Haut nur zu gut. Heilbar ist sie noch nicht – mit ein paar Tipps und Tricks lassen sich die Symptome allerdings durchaus spürbar lindern. Im Zusammenspiel mit einer fachkundigen, ärztlichen Behandlung können sie den Betroffenen große Erleichterung bringen. Was hilft also gegen die lästige Schuppenflechte?

Eincremen der Haut ist ein Tipp gegen Schuppenflechte.

Stress reduzieren

Fast schon etwas abgedroschen, deshalb aber nicht weniger wahr: Stress und emotionale Belastungen verstärken die Schuppenflechte. Das bezieht sich sowohl auf die Häufigkeit von Krankheitsschüben als auch auf deren Schwere und Ausprägung. Was also nachweislich gegen Schuppenflechte hilft, ist bestehenden psychischen Druck zu verringern.

Einfacher gesagt als getan? Das mag sein, und dennoch ist es unerlässlich, dass Sie sich dieser Tatsache bewusst werden. Nur so besteht die Möglichkeit, an der Situation etwas zu ändern – und damit auch den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Versuchen Sie, die Belastung durch Arbeit und/oder Familie zu verringern. Scheuen Sie sich nicht, Aufgaben abzugeben, sprechen Sie Probleme an und vor allem: Hören Sie auf sich selbst. Gönnen Sie sich eine Pause, wenn Sie das Gefühl haben, in den alltäglichen Sorgen und Problemen unterzugehen. Um diesem Ziel etwas näher zu kommen, könnten Sie zum Beispiel Spazieren gehen, ein wohltuendes Bad nehmen oder Entspannungsübungen wie Autogenes Training oder Yoga erlernen.

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Die Haut mit Feuchtigkeit versorgen

Bei Schuppenflechte gilt: Cremen, cremen, cremen – aber richtig. Die trockene, von Juckreiz geplagte Haut benötigt eine optimal auf sie abgestimmte Pflege. Neben der Anwendung der vom Arzt verordneten Salben und Lotionen gehört dazu auch eine entsprechende Basispflege mit rückfettenden Cremes und Bädern. Sie sollen verhindern, dass die sowieso schon stark strapazierte Haut noch empfindlicher und trockener wird – und ihr stattdessen etwas Erholung verschaffen. Außerdem kann regelmäßiges Eincremen, zumindest zeitweise den Juckreiz lindern.

Was besonders gut gegen Schuppenflechte hilft, sind Produkte mit den Inhaltsstoffen

  • Milchsäure,
  • Urea (Harnstoff) und
  • Hyaluronsäure.

Sie können der Haut dabei helfen, die Feuchtigkeit zu speichern. Zu achten ist dabei allerdings vor allem darauf, dass die Präparate auch gut verträglich sind – sonst schaden Sie Ihrer Haut unter Umständen mehr als Sie ihr helfen.

Richtige Ernährung hilft gegen Schuppenflechte

Was Sie essen, wandelt der Körper nicht nur in Energie oder Speicherstoffe um: Die einzelnen Bestandteile der Nahrung beeinflussen – gerade bei Schuppenflechte – auch die Häufigkeit von Schüben und deren Schweregrad. Welche Lebensmittel sich dabei wie genau auswirken, ist allerdings meistens von Patient zu Patient unterschiedlich. Dennoch gibt es einige allgemeingültige Richtlinien. Besonders positiven Einfluss haben folgende Lebensmittel:

  • ungesättigte Fettsäuren, zum Beispiel enthalten in kaltgepresstem Olivenöl und Seefisch,
  • Obst,
  • Gemüse
  • sowie Nüsse und Getreideprodukte je nach Verträglichkeit.

Sie enthalten zahlreiche Antioxidantien, die freie Radikale (aggressive Sauerstoffverbindungen) unschädlich machen und Entzündungen lindern. Ungesunde, stark fett- oder zuckerhaltige Nahrungsmittel sollten Sie dagegen weitestgehend von Ihrem Speiseplan verbannen. Stellen Sie dabei aber nicht zu große Erwartungen an sich: Ändern Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten nicht von jetzt auf gleich, sondern geben Sie sich und Ihrem Körper ausreichend Zeit, sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen.

Alternativen Methoden eine Chance geben

Wissenschaftliche Belege für ihre Wirksamkeit gibt es bislang noch nicht, dennoch berichtet so mancher Schuppenflechte-Patient von einer Besserung seiner Beschwerden: Homöopathie, Akupunktur und Osteopathie können eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Schulmedizin darstellen. Sie behandeln die Schuppenflechte nicht nur symptomatisch, sondern sehen den Erkrankten als großes Ganzes, zu dessen Heilung sie beitragen.

Akupunktur und Osteopathie wollen Blockaden innerhalb des Körpers lösen – das soll das innere Gleichgewicht wiederherstellen und negative Einflüsse wie eine hohe Durchlässigkeit der Darmwand für schädigende Stoffe unterbinden. Bei der Homöopathie geht es darum, den Körper zur Selbstheilung zu animieren. Dazu werden ihm Tropfen, Tabletten oder Globuli verabreicht, die beim Gesunden ähnliche Symptome wie bei der Schuppenflechte hervorrufen können – beim Patienten aber die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktivieren sollen.

Was ebenfalls gegen Schuppenflechte hilft: nicht kratzen

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Betroffene Hautbereiche sind bei Schuppenflechte nicht nur von einem charakteristischen Aussehen gekennzeichnet: Der auftretende, teils extreme Juckreiz ist ebenfalls typisch für die Hauterkrankung. Viele sind kaum dazu in der Lage, ihm zu widerstehen – genau das ist allerdings fatal. Entstehen durch das Kratzen Hautverletzungen, ist es ein Leichtes für Pilze oder Bakterien, in die Wunden einzudringen und eine Entzündung auszulösen. Sie sorgt für eine zusätzliche Verschlechterung der Beschwerden.

Um dem zu entgehen, eignen sich Maßnahmen wie

  • das Auftragen einer Aloe-Vera-Salbe
  • schonende Kühlung
  • ein Kratz-Ersatz, wie zum Beispiel ein Stück Leder

Sie lindern den Juckreiz selbst oder bieten dem Patienten eine Möglichkeit zu kratzen, ohne sich dabei selbst zu schaden.

Gleichgesinnte finden

Zahllose Betroffene fühlen sich von ihrem Umfeld ausgegrenzt oder sind sich ihrer Erkrankung besonders deutlich bewusst. Letztendlich führt das zu Unsicherheit – und einem Rückzug aus dem Freundeskreis oder öffentlichen Leben. Damit verbundene depressive Verstimmungen oder Gefühle des Alleinseins führen dann nicht nur zu einer zusätzlichen Belastung, sie können daneben auch zu einer Verschlechterung der Symptomatik beitragen. Doch was hilft gegen diese Begleiterscheinungen der Schuppenflechte?
Um die Probleme zu überwinden, wirkt sich neben einer therapeutischen Begleitung vor allem auch der Kontakt zu anderen Erkrankten positiv aus. Der Austausch über Gemeinsamkeiten und Lösungsansätze in Foren oder Selbsthilfegruppen vor Ort vermittelt ein Gefühl von Zugehörigkeit – und kann helfen, eigene Schwierigkeiten in einem neuen Licht zu sehen.

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