Schmerzhaft und kaum zu verbergen: Schuppenflechte im Bereich der Hände und Füße

Die Schuppenflechte (Psoriasis) hat viele Gesichter: Einige Betroffene leiden an der gewöhnlichen Schuppenflechte mit Hautentzündungen an den typischen Stellen (Gelenke, Kopfhaut, Brust und Rücken), bei anderen bilden sich Pusteln, wieder andere haben mit dem Befall von Nägeln oder Organen zu kämpfen. In vielen Fällen sind auch besonders empfindliche Bereiche wie die Hände und Füße befallen. Was hilft, erfahren Sie hier.

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Hände und Füße – unerlässliche Werkzeuge im Alltag

Wie sehr sich der Mensch im Alltag auf Hand und Fuß verlässt, wird oft erst dann so richtig deutlich, wenn ihre Funktion plötzlich eingeschränkt ist oder jede Bewegung Schmerzen bereitet. Ähnlich geht es den Betroffenen bei Schuppenflechte. Die Füße sind zum Gehen unerlässlich und sorgen dafür, dass wir auf jedem Untergrund genügend Halt finden. Egal ob Sprinten, Joggen oder gemütliches Gehen – sie tragen unser komplettes Körpergewicht und ermöglichen uns die Fortbewegung.

Vom Halten der Zahnbürste über das Essen mit Messer und Gabel bis hin zum Tippen auf der Tastatur: Die Hände sind genauso elementarer Bestandteil des Alltags wie unsere Füße. Mit ihrer Hilfe können wir

  • Dinge greifen,
  • schwere Gegenstände tragen
  • und uns im Ernstfall wehren.

Sie sind außerdem zentrale Werkzeuge unseres Tast-Sinns: Wenn wir neugierig sind, wie sich etwas anfühlt, berühren wir es zuerst mit unseren Händen. Unsere Füße verraten uns Details über den Boden, auf dem wir gehen. Aus diesem Grund finden sich sowohl im Bereich der Fußsohlen als auch der Handinnenflächen besonders viele Nervenzellen.

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Die Beschwerden bei Schuppenflechte an Händen und Füßen

Was normalerweise – dank der gesteigerten Sensibilität – ein entscheidender Vorteil ist, kann bei Schuppenflechte an den Händen und Füßen schnell zum Nachteil werden. Treten hier die charakteristischen Hautentzündungen auf, ist das meist mit ausgeprägten Beschwerden verbunden. Zwar äußern sich die Symptome an sich nicht zwangsläufig stärker als an anderen Stellen des Körpers, allerdings werden durch die hohe Nervendichte Schmerzen und Juckreiz von den Erkrankten als quälender empfunden.

Im Bereich der Hände und Füße entstehen klar umgrenzte rote Flecken auf der Haut, die mit trockenen, hellen Schuppen bedeckt sind. Die Schuppen blättern ohne große Fremdeinwirkung bis auf die letzte Hautschicht ab. Dort kann es zu punktförmigen Blutungen kommen. Starker Juckreiz begleitet die Veränderungen des Hautbildes, ebenso wie

  • Schwielen,
  • Hühneraugen,
  • Risse
  • und sehr trockene Haut.

Beim Gehen oder Greifen von Gegenständen kommt es oft zu Schmerzen, wenn Schuppenflechte an Händen und Füßen auftritt. Durch die flexiblen Bewegungen reißt die durch die Erkrankung starr gewordene Haut leicht auf und beginnt zu bluten.

Einschränkungen für die Betroffenen

Von den Beschwerden abgesehen, ist der Schuppenflechte an den Füßen optisch oft verhältnismäßig gut beizukommen. Durch lange Hosen und geschlossene Schuhe lassen sich die Hautentzündungen meist verbergen. Das ist nicht immer angenehm, aber viele Betroffene tun das lieber als ihre Schuppenflechte dem Umfeld zu offenbaren. Bei Schuppenflechte an den Händen ist das schwieriger: Sie stehen zwangsläufig im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Gemeinsam mit dem Gesicht stechen uns die Hände unserer Mitmenschen besonders ins Auge. Verstecken lassen sie sich nur schwer.

Hinzu kommt, dass die empfindliche Haut der Hände unzähligen äußeren Einflüssen ausgesetzt ist: Kälte, trockene Heizungsluft und häufiges Händewaschen strapazieren sie. Wird die Haut derart gereizt, kann das schon beim gesunden Menschen für Beschwerden wie Risse und Schuppenbildung sorgen. Bei Schuppenflechte-Patienten verstärkt sich dieser Effekt. Die Symptome der Psoriasis verschlimmern sich. Kommen die offenen Wunden an Händen und Füßen dann auch noch mit Bakterien oder anderen Erregern in Berührung, kann es schnell zu Entzündungen kommen.

Behandlung von Schuppenflechte an Händen und Füßen

Zwar ist die Schuppenflechte bis heute noch nicht heilbar, behandeln lässt sie sich aber meist sehr gut. Für Hände und Füße gelten dieselben Behandlungsempfehlungen wie für den Rest des Körpers: Wenden Sie die Salben und Lotionen an, die Ihnen Ihr Apotheker empfohlen hat, und setzen Sie auf eine konsequente Hautpflege, die verhindert, dass die Haut zu stark austrocknet. In schlimmeren Fällen können auch kortisonhaltige, verschreibungspflichtige Präparate oder von innen heraus wirkende Medikamente zum Einsatz kommen.

Schlüssel der erfolgreichen Behandlung von Schuppenflechte an Händen oder Füßen ist daneben auch die Meidung unnötiger Reizungen. Achten Sie darauf:

  • Sport, der die Füße stark belastet, nur in Maßen auszuüben
  • Nicht zu lange im Schwimmbecken zu verweilen, da das Wasser in Schwimmbädern die Haut weiter reizen kann
  • Beim Putzen die Hände zu schützen, damit die Haut nicht austrocknet
  • Baumwollstrümpfe und Handschuhe zu tragen, die die Haut atmen lassen und die Schweißbildung mindern

Wenn Sie all diese Richtlinien und Behandlungsmöglichkeiten beachten, können Sie Ihre Schuppenflechte gut in den Griff bekommen. Ein weitgehend normales, uneingeschränktes Leben ist auch mit dieser Hauterkrankung möglich – sogar wenn die Schuppenflechte so empfindliche Bereiche trifft wie Hände und Füße.

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