Eine Verbrennung der Haut kann viele Ursachen haben

Wie gefährlich eine Verbrennung der Haut für den Menschen ist, hängt im Wesentlichen davon ab, wie tiefgehend die Verletzung der verschiedenen Hautschichten  ist. Mediziner unterscheiden vier verschiedene Grade bei Verbrennungen. Diese beschreiben, in welchem Umfang die Haut oder das Gewebe beschädigt sind und mit welchen Konsequenzen beziehungsweise langfristigen Spätfolgen die Betroffenen rechnen müssen.

Eine Verbrennung der Haut kann viele Ursachen haben.

Die vier möglichen Grade einer Hautverbrennung

Eine Verbrennung ersten Grades ist die am wenigsten schlimme Form dieser Art von Hautverletzung. In diesem Falle ist nämlich nur die Oberhaut tangiert. Die betroffenen Körperstellen färben sich rötlich und schwellen leicht an. Teilweise können leichte Schmerzen entstehen. In den meisten Fällen bleiben bei der Verbrennung ersten Grades keine Narben zurück, die Haut heilt also vollständig wieder.

Die Verbrennung zweiten Grades verläuft etwas schwerwiegender als die zuvor beschriebene. Das liegt daran, dass in diesem Fall nicht nur die Oberhaut, sondern ebenso die Lederhaut von der Verletzung betroffen ist. Die Schmerzen sind deshalb auch heftiger. Oft geht die Verbrennung zweiten Grades mit der Bildung von Blasen einher, die entweder mit Gewebewasser und/oder mit Blut gefüllt sind. Je nachdem, wie stark die Lederhaut verletzt ist, kommt es vereinzelt zur Bildung von Narben. Bei günstigem Verlauf heilen die Schädigungen jedoch wieder vollständig ab.

Bei der Verbrennung dritten Grades hat man – wenn überhaupt – nur ganz geringe Schmerzen. Dies ist aber nicht, wie man fälschlicherweise annehmen könnte, ein gutes Zeichen. Im Gegenteil: Es ist vielmehr ein Indiz dafür, dass Nerven komplett zerstört worden sind. Deshalb ist bei dieser Art von Verbrennung auch keine komplette Heilung mehr möglich. Es kommt zu einer starken Vernarbung, die sogar den Bewegungsablauf des Menschen behindern kann.

Schließlich ist die Verbrennung vierten Grades einer Verkohlung gleichzusetzen. Hier haben Betroffene definitiv keine Schmerzen mehr, weil alle drei Hautschichten, Hautanhangsgebilde und sogar darunterliegende Knochen von den starken, ja lebensbedrohlichen Verletzungen betroffen sind. Dementsprechend ist auch keine Heilung mehr möglich, der Verlauf gilt als irreversibel.

Ursachen für eine Verbrennung der Haut

Eine Verbrennung der Haut ist eine Verletzung des Gewebes, die auf mehreren Faktoren basiert. Meistens geschieht dies aufgrund des Einwirkens von erhöhten Temperaturen. Weitere Ursachen sind Verbrennungen durch Flüssigkeiten, Chemikalien oder Elektrizität.

Verbrennungen können bei zahlreichen Aktivitäten entstehen, wie beispielsweise während der Arbeit, aber auch beim Grillen in der Freizeit oder beim Kochen im Haushalt.

Hautverbrennungen ärztlich versorgen lassen

Schwere Verbrennungen können enorme negative gesundheitliche Konsequenzen mit sich bringen. Sie sollten deshalb selbst vermeintlich kleinere Verletzungen nicht auf die leichte Schulter nehmen und besser einen Arzt konsultieren, der sich die Verbrennungen genauer ansieht.

Bei den schwerwiegenden Verbrennungen dritten oder vierten Grades kommen die Betroffenen in Gesundheitszentren, die sich auf Verbrennungen spezialisiert haben und mit 38 Standorten in Deutschland vertreten sind.

Tipps, eine Verbrennung der Haut selbst zu behandeln

Da Verbrennungen mitunter schwerwiegend sind, empfiehlt es sich, die Behandlung grundsätzlich Fachleuten zu überlassen. Was Sie neben einem prophylaktisch vorsichtigen Verhalten im Alltag tun können – in diesen Fällen oft sogar müssen – ist, im Notfall Erste Hilfe zu leisten:

  • Bringen Sie sich und andere aus der Gefahrenzone
  • Brandherd gegebenenfalls eindämmen und die Feuerwehr rufen
  • Betroffenen helfen

Zuerst gilt es festzustellen, ob Personen nach wie vor von dem Brandherd gefährdet sind und falls ja, heißt es, sich selbst und andere in Sicherheit zu bringen. Falls möglich, das Feuer – zum Beispiel durch das Überwerfen mit einer Decke – unter Kontrolle bringen. Vorsicht bei einem durch Öl verursachten Brand. Dann niemals mit Wasser löschen! Das verschlimmert die Situation nur noch. Wenn möglich, versorgen Sie die Verletzten. Löschen Sie die Kleidung von Betroffenen. Die verletzten Hautpartien müssen sofort gekühlt werden – am besten mit kaltem, aber nicht zu niedrig temperiertem Wasser. Und auf keinen Fall Eis auf die nackte Haut auflegen, da dies das ohnehin geschädigte Gewebe noch weiter verletzt. Ebenso eignen sich feuchte Tücher zum ersten Lindern des Schmerzes.

Verzichten Sie bei Verbrennungen darauf, selbst neben diesen Erste-Hilfe-Maßnahmen weitere Schritte zu unternehmen. Warten Sie lieber, bis professionelle Hilfe eintrifft. Denn das Auftragen von Salben oder Hausmitteln, wie Quark oder Joghurt, kann in vielen Fällen sogar schädlich sein.