Selbstbräuner – So kann man davon profitieren

Eine glatte, gleichmäßig gebräunte Haut gehört für viele zum Schönheitsideal. Eine Alternative zum Sonnenbad im Freien oder dem Solarium sind Selbstbräuner. Besonders vorteilhaft daran ist, dass man sich beim „Selbstbräunen“ nicht der schädlichen Strahlung des UV-Lichts aussetzen muss.

Selbstbräuner sorgen für einen sommerlichen Teint.

So wirken Selbstbräuner

Selbstbräuner sind Cremes und Lotionen, die auf der Haut verteilt werden und die oberste Hautschicht dunkler färben. Für die Bräune verantwortlich ist die Substanz Dihydroxyaceton (DHA), einem zuckerartigen Molekül, das Bestandteil der gängigen Selbstbräuner ist (etwa zu drei bis fünf Prozent) und mit den Eiweißen der oberen Hautschicht (Hornschicht) reagiert. Hierbei entstehen braune Farbstoffe, sogenannte Melanine.

Sichtbar wird diese Reaktion nicht sofort, sondern etwa drei bis sechs Stunden nach dem Auftragen. Die Dauer und Intensität der Färbung hängen von der Konzentration des Dihydroxyacetons im Produkt ab. Bestehen bleibt die Bräune auf der Haut für etwa drei bis fünf Tage. Sie löst sich im Anschluss mit der Erneuerung der Hornschicht ab.

Ein weiterer Wirkstoff, der sich in Selbstbräunern findet, ist Erythrulose, ebenfalls wie DHA ein zuckerartiges Molekül. Anders als beim DHA wirkt Erythrulose langsamer, ist aber chemisch stabiler. Sichtbar wird die Bräunung bei der Erythrulose erst nach circa ein bis zwei Tagen, sie hält dafür aber auch etwas länger auf der Haut.

Aktuell gibt es viele Kosmetikprodukte, die sowohl DHA als auch Erythrulose als Bestandteil enthalten.

Auswahl des richtigen Selbstbräuners

Selbstbräuner gibt es heutzutage in verschiedenen Varianten in jedem gut sortierten Drogeriemarkt zu kaufen: Als Cremes, Emulsionen (wasserhaltiger als Cremes) oder Sprays sowie für verschiedene Hauttypen  (hell bis dunkel). So genügt bei heller Haut (keltischer, nordischer oder europäischer Typ) in der Regel ein DHA-Anteil von circa zwei Prozent. Wird hierdurch keine ausreichende Bräune erzielt, kann die Haut immer noch nachgefärbt werden. Dunkle Hauttypen (wie der mediterrane Hauttyp) können zu Selbstbräunern mit einem höheren DHA-Anteil greifen.

Das Resultat der Anwendung hängt aber auch noch von anderen Faktoren, wie dem Fettgehalt der Haut oder der Dicke der Hornschicht ab. Je nach Beschaffenheit der Haut kann das Ergebnis von Selbstbräunern auch eine gelbliche, rötliche oder bräunliche Einfärbung haben.

Das müssen Sie bei der Anwendung von Selbstbräunern beachten

Selbstbräuner schützen – im Gegensatz zur natürlichen Bräunung – nicht vor Sonneneinstrahlung. Für das klassische Sonnenbad sollte daher immer ein geeigneter Sonnenschutz entsprechend des eigenen Hauttyps ausgewählt werden.

Darüber hinaus ist es wichtig, das Mindesthaltbarkeitsdatum des Selbstbräuners zu beachten. Hierfür finden sich auf den Verpackungen der Kosmetikartikel Zeitangaben, wie viele Monate nach der Öffnung ein Produkt weiterhin verwendet werden darf. Die empfohlene Verwendungsdauer von Selbstbräunern liegt meist bei sechs Monaten.

Tipp: Hierbei ist auch die Lagerung des Produkts ausschlaggebend. Intensive Sonneneinstrahlung beispielsweise kann die Haltbarkeit verkürzen. So ist es empfehlenswert, Selbstbräuner an einem lichtgeschützten und kühlen Ort zu lagern.

So erzielen Sie mit Selbstbräunern ein gutes Ergebnis

Damit das Ergebnis streifenfrei und natürlich wirkt, muss man beim Auftragen von Selbstbräunern einiges beachten:

  1. Zunächst sollte die Haut gut gereinigt und mit einem Peeling behandelt werden.
  2. Eine geringe Menge Selbstbräuner wird in streichenden Bewegungen auf die zu bräunenden Stellen aufgetragen.
  3. Im Gesicht erfolgt das Auftragen kreisend von der Mitte nach außen. Hierbei sollten Haaransatz und Augenbrauen ausgespart werden.

Ein Trick hierbei ist der Schutz der behaarten Teile durch eine handelsübliche Fettcreme. Auch Stellen, an denen sich leicht Falten bilden, sollten möglichst ausgespart beziehungsweise nur sehr dünn mit Selbstbräuner bestrichen werden. Um den Übergang zwischen Armen und Händen sowie Beinen und Füßen gleichmäßig zu gestalten, besteht die Möglichkeit, die Selbstbräunungstinktur dünn mit einem Wattebausch aufzutragen. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich Ihre Hände.

Nach dem Auftragen des Selbstbräuners sollten Sie für einige Stunden nicht duschen oder baden. Um Farbflecken auf der Kleidung zu vermeiden, ist es ratsam, sich erst dann anzuziehen, wenn der Selbstbräuner vollständig eingezogen ist. Auch auf Sport sollten Sie in den ersten Stunden nach der Behandlung verzichten, da die Schweißbildung das Bräunungsergebnis negativ beeinflussen kann.

Was mache ich, wenn das Ergebnis nicht meiner Vorstellung entspricht?

Ist beim Auftragen des Selbstbräuners ein Missgeschick passiert, können ein langes Bad sowie ein Hautpeeling dabei helfen, das Malheur zu kaschieren. Bei groben, dunklen Streifen oder Flecken soll außerdem das Einreiben mit Zitronensaft helfen.

Allgemein gilt: Tragen Sie lieber erst weniger Selbstbräuner auf und tönen Sie Ihre Haut gegebenenfalls ein zweites Mal nach, um das Ergebnis zu intensivieren. Zu Beginn der Anwendung sollte der Selbstbräuner etwa alle zwei bis drei Tage aufgefrischt werden. Ist ein zufriedenstellendes Resultat erreicht, genügt eine wöchentliche Wiederholung.

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