Rosacea mit der richtigen Behandlung in den Griff bekommen

Bei Rosacea handelt es sich um eine chronische Hauterkrankung, von der in erster Linie das Gesicht betroffen ist. Bei der Therapie stehen Betroffenen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die von Cremes über Tabletten bis hin zu operativen Eingriffen reichen. Einen Überblick über die gängigen Methoden zur Behandlung der Rosacea finden Sie hier.

Tabletten können zur Behandlung von Rosacea verwendet werden

Möglichkeiten und Grenzen bei der Behandlung von Rosacea

Die Rosacea zählt zu den chronischen, unheilbaren Hautkrankheiten. Dennoch ist eine Behandlung vom Arzt sinnvoll, damit die Symptome nachlassen und sich nicht noch weiter verschlimmern. Je nachdem, wie fortgeschritten die Rosacea ist, stehen verschiedene Methoden für die Therapie zur Verfügung:

  • Gesichtscremes mit verschiedenen Wirkstoffen, zum Beispiel Metronidazol
  • Tabletten
  • Laserbehandlung
  • Operation, um das wuchernde Gewebe zu entfernen

Daneben gibt es noch die Möglichkeit, die Hautkrankheit mit alternativen Methoden wie zum Beispiel Homöopathie oder Schüßler-Salzen zu behandeln. Eine professionelle Gesichtsmassage soll ebenfalls helfen und trägt außerdem zur Entspannung bei.

Symptome der RosaceaBehandlungsmöglichkeit
dauerhafte Rötungen, sichtbare ÄderchenLaserbehandlung, in seltenen Fällen helfen auch Cremes
Pusteln und/oder Hautknötchen (ähneln Akne), JuckreizCremes, bei hartnäckigen Ausprägungen Tabletten
Hautwucherungen, besonders an der NaseOperation, Cremes, Tabletten

Cremes vom Hautarzt: Diese Wirkstoffe helfen bei der Behandlung von Rosacea

Die lokale Anwendung von Cremes, Salben oder Gelen ist eine der häufigsten Methoden, eine Rosacea zu behandeln. Die Mittel werden in der Regel vom behandelnden Hautarzt verschrieben und in der Apotheke gemischt. Dabei haben sich zwei Wirkstoffe bewährt:

  • Metronidazol ist ein Antibiotikum und darf daher nur über einen begrenzten Zeitraum angewendet werden.
  • Azelainsäure kann längerfristig zum Einsatz kommen und hat ebenfalls eine antibakterielle Wirkung. Es kommt jedoch in manchen Fällen zu Hautreizungen.

Die genaue Wirkweise der Inhaltsstoffe ist nicht bekannt. Sie zeigen bei Rosacea jedoch einen entzündungshemmenden Effekt und haben sich dabei bewährt, die der Akne ähnelnden Hautknötchen beziehungsweise Pusteln zu reduzieren. Außerdem soll der Juckreiz, der bei manchen Betroffenen ebenfalls auftritt, nachlassen. Erste Verbesserungen zeigen sich meist nach einigen Wochen.

Jedoch gibt es auch Grenzen bei der Behandlung von Rosazea mit Cremes oder Salben, denn gegen die unangenehme Gesichtsröte sind sie leider nicht wirksam – diese bleibt trotz regelmäßiger Anwendung im Regelfall bestehen. Abhilfe kann hier eine Laserbehandlung bringen.

Vorsicht:
Mit Kortison oder kortisonhaltigen Cremes darf eine Rosacea nicht behandelt werden. Dies würde den Hautzustand verschlechtern.

Prinzipiell ist eine dauerhafte Behandlung sinnvoll, da Rosacea sehr zu sogenannten Rezidiven neigt, also zu einem Wiederaufkommen der Symptome nach Absetzen der Medikamente.

Tabletten gegen Rosacea sind der nächste Schritt bei der Therapie

Die Therapie von Rosacea in Form von Tabletten kommt im Normalfall erst dann infrage, wenn die lokale Behandlung keine oder nur eine geringe Linderung der Beschwerden erwirkt hat. Neben einer rein oralen Therapie wird oft die Kombination aus Tabletten und äußerlich aufgetragenen Cremes angewandt.

Als Wirkstoffe werden meist verschiedene Antibiotika in geringen Dosierungen verschrieben, zum Beispiel Erythromycin oder Clindamycin. Diese wirken entzündungshemmend und antibakteriell. Mit der Behandlung soll eine Linderung der Pusteln und Hautknötchen erreicht werden, ähnlich wie bei der lokalen Therapie.

Vorsicht vor Nebenwirkungen
Tabletten wirken auf den ganzen Körper (systemische Therapie) und können daher den Krankheitsverlauf stärker beeinflussen als äußerlich aufgetragene Medikamente. Allerdings erhöht sich dadurch auch das Risiko für möglichen Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Durchfall.

Die Laserbehandlung lässt Rosacea erblassen

Obgleich die Rosacea an sich nicht gefährlich ist, leiden Betroffene oft sehr unter der Hautkrankheit – denn sie geht mit deutlicher Hautrötung und sichtbaren Äderchen einher. Um diese für einige Zeit wieder zu reduzieren, raten Ärzte zu einer Laserbehandlung, denn durch Salben oder Tabletten allein verschwinden sie in der Regel nicht wieder. Da Rosacea jedoch eine chronische Hautkrankheit ist, kann die Laserbehandlung die Hautrötungen nicht für immer verschwinden lassen. Es entstehen in der Regel immer wieder neue Teleangiektasien (oberflächliche, geweitete Blutgefäße). Wann sich diese bilden, ist jedoch von Patient zu Patient unterschiedlich.

Ein Laser erzeugt gebündeltes, energiereiches Licht. Neben der Entfernung von Tätowierungen oder zur Haarentfernung ist er für die Behandlung oberflächlicher, geweiterter Blutgefäße geeignet. Das funktioniert folgendermaßen: Der Laser verödet die geweiteten Blutgefäße, die daraufhin vom Organismus abgebaut werden. Doch auch bei Gewebewucherungen an der Nase (Rhinophym), die als Symptom der Rosacea auftreten können, kommt die Laserbehandlung zum Einsatz. Hierbei dient er dazu, das überschüssige Gewebe abzutragen.

Trotz der verlockenden Aussicht, die sichtbaren Beschwerden der Rosacea lindern zu können, sollte eine Behandlung per Laser immer wohlüberlegt sein – denn sie birgt gewisse Risiken:

  • Narbenbildung
  • Flecken auf der Haut
  • Schmerzen

Aufgrund dieser möglichen Nebenwirkungen sollte der Eingriff nur durch einen Facharzt und nach ausführlicher Aufklärung vorgenommen werden.

Operation als letzter Ausweg bei Hautwucherungen

Bei weit fortgeschrittener Rosacea leiden Betroffene oft unter Hautwucherungen, die besonders die Nase betreffen (Rhinophym). Häufig wird in diesem Fall umgangssprachlich von einer Knollen- oder Säufernase gesprochen. Betroffene belastet insbesondere das Vorurteil, die Gewebewucherung stünde im direkten Zusammenhang mit einem übermäßigen Alkoholkonsum. Daher ist eine Behandlung meist von großer Bedeutung für ihr seelisches Gleichgewicht.
Bei der Operation gibt es verschiedene Methoden, das überschüssige Gewebe abzutragen:

  • mit einem Skalpell oder Laser
  • per Kryotherapie, also mit extremer Kälte
  • mit einem Gerät, das Schichten der Haut abtragen kann (Dermabrasion)
  • mit Elektrochirurgie (Gewebe mithilfe von Wechselstrom schneiden)

Der jeweilige Eingriff kann sowohl unter örtlicher Betäubung als auch unter Vollnarkose erfolgen. Mögliche Nebenwirkungen sind Infektionen und Wundheilungsstörungen. Nach der Operation wird das Rhinophym lokal mit einer speziellen Creme weiterbehandelt.

Tipp: Als Grundlage für die ärztliche Behandlung ist eine schonende Hautpflege bei Rosacea wichtig.