Seborrhoisches Ekzem – Symptome: Leicht zu verwechseln mit anderen Hautkrankheiten

Weiß-gelbliche Hautschuppen, entzündete und gerötete Haut sowie Juckreiz – mit diesen und anderen Symptomen geht das seborrhoische Ekzem einher. Die Hauterkrankung wird in verschiedene Formen unterteilt, die sich durch spezifische Merkmale unterscheiden. Verschaffen Sie sich einen Überblick.

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Symptome des seborrhoischen Ekzems

  • Klar begrenzte Rötungen der Haut
  • Weiße bis gelbliche, fettige Schuppen
  • Juckreiz
  • Entzündungen der Haut

Das seborrhoische Ekzem: Beschreibung

Das seborrhoische Ekzem (Morbus Unna) ist eine Hauterkrankung, die mit gelben Schuppen und Rötungen einhergeht. An Stellen mit vermehrter Talgproduktion, zum Beispiel im Gesicht, ist das seborrhoische Ekzem besonders häufig anzutreffen. Bei Erwachsenen zeigen sich die Symptome meist im dritten oder vierten Lebensjahrzehnt, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Dem gegenüber tritt das Ekzem bei Säuglingen, auch als Kopfgneis bezeichnet, vor allem in den ersten Lebensmonaten auf.

Typische Symptome des seborrhoischen Ekzems: Schuppen und Juckreiz

Das seborrhoische Ekzem wird durch typische Symptome begleitet, die bei Betroffenen unterschiedlich stark auftreten. Häufig ist die Hauterkrankung durch

  • scharf abgegrenzte, gerötete Bereiche der Haut gekennzeichnet,
  • auf denen sich weiße bis gelbliche Schuppen finden, die sich meist fettig anfühlen.
  • Diese Symptome können wiederum von Juckreiz begleitet sein
  • sowie nässenden Hautverletzungen.

Außerdem kann Seborrhoe als Begleiterscheinung des seborrhoischen Ekzems auftreten. Dabei handelt es sich nicht um eine eigene Krankheit, sondern um ein Symptom, dass sich durch eine übermäßige Produktion von Talg äußert – zu erkennen ist dies häufig anhand fettiger Haut oder dem Entstehen von Pickeln.

Schmerzen sind mit dem Ekzem in der Regel nicht verbunden. Allerdings kann es an den geschädigten Hautstellen zu einer Vermehrung von Bakterien oder Pilze kommen, in deren Folge Entzündungen möglich sind.

Sonderstellung seborrhoisches Ekzem

Innerhalb der Dermatologie nimmt das seborrhoische Ekzem eine Sonderstellung ein, denn es ist leicht mit einem klassischen Ekzem (Ekzema vulgare) oder der Schuppenflechte (Psoriasis) zu verwechseln. Allerdings unterscheiden sie sich in ihren Ursachen: Während die Ekzeme beispielsweise aufgrund allergische Reaktionen entstehen, geht die Entstehung der Schuppenflechte vermutlich auf eine genetische Veranlagung zurück. Dem gegenüber ist beim seborrhoischen Ekzem die Ursache noch nicht eindeutig bekannt; es wird vermutet, dass bestimmte Hefepilze eine Rolle spielen.

Herdförmig oder disseminiert – die verschiedenen Formen des seborrhoischen Ekzems

Das seborrhoische Ekzem kann sowohl lokal (auf eine Körperstelle begrenzt) als auch an mehreren Körperregionen gleichzeitig auftreten. Vor allem folgende Körperstellen sind von der Hauterkrankung betroffen:

  • Gesicht, insbesondere Augenbrauen, Bartbereich sowie beidseitig des Mundes (Nasolabialfalten)
  • Kopfhaut
  • Brustbeinregion
  • Schweißrinnen (Körperfurchen, beispielsweise zwischen den Schulterblättern)

Neben der Einteilung nach Körperregionen ist es möglich, das seborrhoische Ekzem nach seiner Verlaufsform und Erscheinung zu unterscheiden:

 

 FormenBeschreibung

Seborrhoisches Ekzematid

Mit Ekzematid ist der präekzematöse Zustand gemeint. Diese stellt jedoch eine heute eher unübliche Bezeichnung für die milde Verlaufsform der Hauterkrankung dar. Charakteristisch ist eine ausgeprägte Talg- und Schweißproduktion.

Herdförmiges seborrhoisches Ekzem

Als solches wird der voll ausgeprägte Zustand der Hauterkrankung bezeichnet. Oftmals ist der Verlauf chronisch und kann auch nach der völligen Abheilung wiederkehren. Die Ekzemherde (betroffene Stellen) zeigen sich deutlich gerötet, entzündet und mit einer gelblichen Schuppung.

Intertriginöses seborrhoisches Ekzem

Diese Form kann sowohl akut als auch subakut (gemäßigter Verlauf) vorkommen. Dabei kann sie entweder ohne erkennbare Ursache oder nach Irritationen bestehender Herde entstehen, zum Beispiel durch eine nicht vertragene Behandlung. Symptome sind unter anderem großflächig, entzündlich rote und schuppende Herde sowie verkrustete Hautdefekte (Erosionen).

Pityriasiformes Seborrhoid

Dabei handelt es sich um eine seltene Form, deren genaue Zuordnung noch nicht eindeutig geklärt ist: Einerseits wird als Form des seborrhoischen Ekzems, andererseits der Röschenflechte zugesprochen. Die Bezeichnung pityriasiform geht auf die Ähnlichkeit zum Hautausschlag der Röschenflechte (Pityriasis rosea) zurück. Vor allem am Rumpf tritt diese Form auf, die sich durch runde oder ovale entzündlich rote Herde auszeichnet. Die oft zentrale Schuppung kann zu größeren Arealen zusammenfließen.

Diagnose stellen

Die Diagnose fällt aufgrund der typischen Symptome in der Regel nicht schwer. Das seborrhoische Ekzem weist allerdings Ähnlichkeiten zu anderen Erkrankungen auf. Abzugrenzen ist das seborrhoische Ekzem daher unter anderem von:

Ist eine Diagnose nach oberflächlicher Betrachtung der Symptome nicht möglich, kann der Arzt über eine Hautprobe das seborrhoische Ekzem feststellen. Durch die anschließende Untersuchung des Gewebes stellt er eine eindeutige Diagnose und kann so andere Hauterkrankungen ausschließen.

Eine geeignete Therapie sorgt anschließend dafür, dass Betroffene das seborrhoische Ekzem in den Griff bekommen: Neben einer klassischen Behandlung mit Medikamenten oder speziellen Shampoos, gibt es auch homöopathische Alternativen.

Eine Behandlung ist auch insofern wichtig, da besonders die schwer versteckbaren Körperregionen für viele Betroffene ein ästhetisches Problem darstellen. Auch wenn das seborrhoische Ekzem nicht ansteckend ist, kann es dazu führen, dass Betroffene soziale Kontakte meiden. Manche schämen sich ihrer Hauterkrankung, verstecken sich und fühlen sich einsam. Allerdings können psychische Belastungen und Stress wiederum das Ekzem verstärken oder einen neuen Schub auslösen.

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