Alternative Methoden: Kann Homöopathie das seborrhoische Ekzem lindern?

Tabletten, Salben oder Shampoos – bei der Behandlung des seborrhoischen Ekzems wird auf eine Vielzahl an Produkten zurückgegriffen. Dabei kann auch die Homöopathie eine gute Alternative sein, um die Beschwerden der Hauterkrankung in den Griff zu bekommen.

Homöopathische Mittel gegen Kopfgneis

Welche alternativen Möglichkeiten gibt es?

  • Homöopathie
  • Schüßler Salze
  • Heilpflanzen
  • Hausmittel

Das seborrhoische Ekzem homöopathisch behandeln

Zunächst kommt es bei der Therapie des Ekzems darauf an, um welchen Schweregrad es sich handelt. Häufig lassen sich bereits mit einer oberflächlichen Behandlung, zum Beispiel in Form von Salben oder Cremes, die Beschwerden des seborrhoischen Ekzems lindern. In der Homöopathie können im Zusammenhang mit leichten Fällen folgende Wirkstoffe zum Einsatz kommen:

  • Graphites: Dieses Homöopathikum wird aus dem Mineral Graphit gewonnen und häufig in Form von Globuli (Streukügelchen) angeboten. Das homöopathische Anwendungsgebiet von Graphit ist vielfältig, unter anderem kommt es bei Verdickungen der Haut zum Einsatz.
    Mezereum: Das Mittel stammt aus der Pflanze Seidelbast und wird als Globuli eingenommen. Anwendung findet es vor allem bei Hautreizungen mit starkem Juckreiz, weißen Schuppen und Bläschen- oder Krustenbildung.
  • Calendula: Die Ringelblume wird bei schlecht heilenden Wunden sowie Verbrennungen und bei trockener Haut verwendet. Zudem soll Calendula die Bildung neuer Hautzellen fördern. Häufige Darreichungsform sind Globuli, die Ringelblume ist aber auch in Form von Tinkturen, Salben oder Waschlotionen erhältlich.
  • Urea Pura: Der künstlich hergestellte Wirkstoff Urea Pura (Harnstoff) wird bei trockener und schuppiger Haut eingesetzt, um die Feuchtigkeit der Haut zu binden. Zudem soll der Harnstoff die Elastizität und Geschmeidigkeit der Haut verbessern. Bei schuppiger Haut kann Urea Pura zur Abschuppung beitragen, den Juckreiz linden und antibakteriell wirken. Der Harnstoff findet sowohl in Globuli als auch in Salben und Waschlotionen Verwendung.

Die Potenzstufen der Homöopathie

Homöopathie – was ist das?

Unter Homöopathie versteht sich eine sanfte Therapieform, die auf dem Grundsatz beruht: „Gleiches mit Gleichem behandeln“. Dieses Ähnlichkeitsprinzip bedeutet im Konkreten, dass zur Heilung einer Krankheit Mittel zum Einsatz kommen, die bei einem gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorrufen wie sie der Erkrankte zeigt.
In der Wissenschaft ist die Homöopathie allerdings umstritten: Es gibt sowohl Studien, die eine Wirkung bestreiten und dem Naturheilverfahren einen Placebo-Effekt nachsagen, als auch solche, die deren Wirkung beweisen. Aus diesem Grund sollte jeder für sich entscheiden, ob er auf alternative Heilmethoden setzen möchte oder nicht.

Liegt ein schwerer Fall des seborrhoischen Ekzems vor, ist die homöopathische Behandlung abhängig davon, an welcher Körperstelle sich das Ekzem befindet und wie stark die Beschwerden sind. Es kann sein, dass eine mehrwöchige Kur mit Globuli – in den Potenzstufen C7 bis C9 – durchgeführt wird.

Natrium muriaticum (Salz der Salzsäure), Graphites sowie Oleander (Rosenlorbeer) gehören zur Potenzstufe C9 und finden zum Beispiel bei einem Befall des seborrhoischen Ekzems im Gesicht oder der Kopfhaut Anwendung. Zeigt sich die Hauterkrankung jedoch an den Gliedern, setzt die Homöopathie auf zum Beispiel Antimonium (Schwarzer Spießglanz).

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Die Potenzstufen der Homöopathie

Mit der Potenz werden in der Homöopathie die unterschiedlichen Verdünnungsstufen bezeichnet. Mithilfe eines speziellen Prozesses wird in der Regel die Urtinktur – aus der Frischpflanze – durch ein Ethanol-Wasser-Gemisch verdünnt. In der Homöopathie gilt: Umso stärker ein Mittel verdünnt ist, umso wirkungsvoller ist es.

Die beiden häufigsten Potenzen sind D und C. Mit D-Potenzen ist ein Verhältnis von 1:10 gemeint, sprich ein Teil Urtinktur und neun Teile Lösungsmittel. Dahingehend bestehen C-Potenzen aus einem Verhältnis von 1:100 (ein Teil Urtinktur und 99 Teile Lösungsmittel).

Die Zahlen hinter den Potenzen (beispielsweise D12) geben wiederum die Anzahl der durchgeführten Potenzierungsschritte (Verdünnungen) an. Je höher die Zahl, desto mehr Potenzierungen wurden durchgeführt.

Bei besonders schweren Fällen kann die Dosis erhöht beziehungsweise auf höhere Potenzstufen zurückgegriffen werden.

Andere alternative Behandlungsansätze: Schüßler & Co.

Neben der Homöopathie gibt es noch andere Behandlungsansätze, auf die – je nach Ursache – das seborrhoische Ekzem unterschiedlich anspricht. Zu erwähnen sind zum Beispiel Schüßler Salze, die innerlich gegen das Ekzem helfen sollen: So ist das Schüßler Salz Ferrum phosphoriucm (Salz Nr. 3) zur Stärkung des Immunsystems im Einsatz, während Zincum chloratum (Salz Nr. 21) neben der Unterstützung des Immunsystems, auch zur Wundheilung und bei Hauterkrankungen Anwendung findet.

Darüber hinaus können bestimmte Mittel die Beschwerden lindern:

  • Den Juckreiz sollen beispielsweise die Wirkstoffe Menthol und Thymol verringern. In Salben haben sie eine ähnliche Wirkung wie kühlende Kompressen.
  • Das Stiefmütterchenkraut hingegen besitzt sowohl eine antientzündliche als auch antioxidative Wirkung. Anwendung findet es bei oberflächlichen Hauterkrankungen mit Schuppenbildung wie dem seborrhoischen Ekzem.
  • In der Therapie von Hauterkrankungen kommen zur Hemmung der Talgdrüsensekretion Schieferöle (aus Ölschiefer = Sedimentgestein) zum Einsatz.

Einige Betroffene setzen zudem auf Apfelessig. Durch das Einreiben des antibakteriellen Essigs soll das Wachstum und die Ausbreitung von Pilzen bekämpft werden. Bestimmten Pilzarten wird eine Mitverantwortung an der Entstehung des seborrhoischen Ekzems zugesprochen. Für die natürliche Kur mit Apfelessig wählen Sie am besten ein Verhältnis von einem Teil Apfelessig und einem Teil Wasser.

Fazit: Neben der Schulmedizin bietet die Homöopathie eine Alternative. Der Erfolg der Behandlung kann jedoch abhängig davon sein, welche Ursache dem seborrhoischen Ekzem zugrunde liegt.

Daher sollten Sie grundsätzlich einen Arzt aufsuchen oder bei Interesse an alternativen Behandlungsmethoden einen Heilpraktiker. Diese stellen eine Diagnose und verordnen Ihnen darauf aufbauend eine geeignete Therapieform.

Hier finden Sie weitere Infos:

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