Kann die Ernährung Einfluss auf das seborrhoische Ekzem nehmen?

Zucker, Kohlenhydrate und Alkohol – in einigen Fällen kann der Verzicht auf diese und andere Lebensmittel das seborrhoische Ekzem positiv beeinflussen. Wie sich die Ernährung auf die Hauterkrankung auswirkt, ist dabei von Patient zu Patient unterschiedlich.

Ernährung bei einem seborrhoischem Ekzem

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung für ein besseres Hautbild

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist das A und O – unverzichtbar für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Der positive Effekt bestimmter Lebensmittel beschränkt sich dabei nicht nur auf das Innenleben des Körpers, sondern gilt ebenso für die Haut. Zwar ist wissenschaftlich bislang nicht erwiesen, dass sich eine gesunde Ernährung auf Hauterkrankungen wie das seborrhoische Ekzem oder auch die Schuppenflechte positiv auswirken.

Allerdings können mit einer gesunden Ernährung Hautschäden vorgebeugt sowie das generelle Erscheinungsbild beeinflusst werden. Im Volksmund heißt es nicht umsonst: „Wahre Schönheit kommt von innen“. Doch was genau heißt das für Ihre Ernährung?

Da die Haut eine Fülle an Aufgaben zu erfüllen hat – zum Beispiel Schutzfunktion, Speicherung von Reserven und Ausscheidung von Giftstoffen –, ist sie auf eine ständige Nährstoffzufuhr angewiesen. Folgende Nährstoffe sind für die Haut besonders wichtig:

  • Eiweiß: Die Bausteine von Eiweiß, die Aminosäuren, sorgen für eine stabile und feste Haut. Viel Eiweiß ist beispielsweise in Fisch, Eiern sowie Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten.
  • Fett: Bei einem Mangel von ungesättigten Fettsäuren (gesunde Fette) kann es zu Rötungen und Schuppungen der Haut kommen. Daher sollten Sie bei Ihrer Ernährung auf hochwertige Pflanzenöle wie Lein- oder Rapsöl zurückgreifen. Fettreiche Fische, zum Beispiel Lachs oder Makrele, sind ebenfalls Teil eines gesunden Speiseplans.
  • Mineralstoffe und Vitamine: Diese Nährstoffe nehmen an vielen Stoffwechselprozessen teil. So trägt beispielsweise Vitamin A (Karotten, Spinat) zur Erneuerung der Hautzellen bei, während sich Vitamin C (Zitrusfrüchte, Kartoffeln) am Feuchtigkeitsgehalt der Haut beteiligt. Mineralstoffe wie Zink, Eisen oder Magnesium fördern die Wundheilung. Ein Mangel dieser Mineralstoffe kann sich durch schlecht heilende Wunden, Haarausfall oder die Bildung von Ekzemen zeigen.

Für ein gesundes Hautbild ist ebenfalls auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, um die Haut auch von innen optimal mit Feuchtigkeit zu versorgen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt etwa 1,5 Liter pro Tag – bevorzugt Wasser oder andere zuckerfreie Getränke.

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Ernährung beim seborrhoischen Ekzem: Verzicht auf bestimmte Lebensmittel

Auch bei einigen Hauterkrankungen spielt die Ernährung eine Rolle: So zum Beispiel bei der Neurodermitis, die gleichzeitig mit einer Lebensmittelallergie einhergehen kann. Der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel ist häufig ein erster Schritt, um das Fortschreiten einer Neurodermitis zu lindern beziehungsweise den nächsten Schub hinauszuzögern. Doch kann die Ernährung auch auf das seborrhoische Ekzem Einfluss nehmen?

Viele Betroffene sind bei der Behandlung des Ekzems von einer Umstellung der Ernährung überzeugt. Häufig werden

  • Zucker,
  • Kohlenhydrate,
  • gesättigte Fette tierischen Produkte wie Sahne, Rahmbutter oder Wurst
  • sowie scharf gewürzte Speisen
  • und Alkohol

von der Einkaufsliste gestrichen – oder zumindest stark eingeschränkt. Um herauszufinden, ob die genannten Lebensmittel tatsächlich das seborrhoische Ekzem beeinflussen, bleibt Ihnen jedoch nur eine Möglichkeit: das Ausschlussverfahren.

Wissenswert:
Wer seine Ernährung ändern möchte, sollte keine Radikaldiät durchführen oder Hungern – denn, wenn Sie anschließend wieder zu Ihren früheren Essgewohnheiten zurückkehren, ist eine verstärkte Gewichtszunahme möglich. Um den berühmt-berüchtigten Jojo-Effekt zu umgehen, ist nur eine dauerhafte Ernährungsumstellung die Lösung. Wer es auf eigene Faust nicht schafft, für den bieten sich begleitende Ernährungstherapien an.

Tasten Sie sich an Ihre Ernährungsgewohnheiten heran und streichen Sie nach und nach verschiedene Lebensmittel von Ihrem Speiseplan. Dabei ist es wichtig, dass Sie nicht zu schnell aufgeben. Der Körper braucht in der Regel ein wenig Zeit, um sich an die neuen Umstände zu gewöhnen. Geduld ist bei dieser Methode gefragt. Erhärtet sich schließlich der Verdacht, dass bei einer bestimmten Ernährung Ihr seborrhoisches Ekzem erneut auftritt oder sich verschlimmert, lassen Sie die Lebensmittel für einige Zeit weg. Spüren Sie eine Verbesserung?

Sollten Sie zum Beispiel feststellen, dass sich Ihr seborrhoisches Ekzem durch glutenhaltige Nahrungsmittel wie beispielsweise Weißbrot verschlechtert, ist dies allerdings kein Grund zur Verzweiflung: Mittlerweile gibt es in Supermärten oder Drogerien viele glutenfreie Produkte. Darüber hinaus können Sie mit Ihrem Arzt oder einem Ernährungsberater Rücksprache halten.

Führen Sie ein Ernährungstagebuch

Um bei der Umstellung den Überblick zu behalten, empfiehlt sich die Anschaffung eines Ernährungstagebuchs. Hierfür eignet sich auch ein einfacher Taschenkalender. Dort tragen Sie detailliert ein, welche Lebensmittel Sie verzehrt haben und wie Ihre Haut darauf reagiert. Auftretende Beschwerden können Sie darin festhalten und so leichter Rückschlüsse ziehen, welche Bestandteile Ihrer Ernährung sich negativ auf das seborrhoische Ekzem auswirken oder das Hautbild verschlechtern.
Durch das Ausschließen bestimmter Lebensmittel ist es durchaus möglich, den nächsten Schub des Ekzems hinauszuzögern – manch Betroffener lebt so schon seit Jahren beschwerdefrei.

Was Sie sonst noch tun können? Lesen Sie mehr zu speziell entwickelten Shampoos oder über die Wirkweise der alternativen homöopathischen Methode.

Hier finden Sie weitere Infos:

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