Die Behandlung eines seborrhoischen Ekzems

Bei der Behandlung des seborrhoischen Ekzems stehen den Patienten eine Vielzahl an Therapieformen zur Verfügung: Häufig sind es Salben und Shampoos, die meist pilzabtötende Inhaltstoffe enthalten. In der Regel finden diese bei einem akuten Schub Anwendung. Dem gegenüber stehen bei der Erhaltungstherapie eine geeignete Hautpflege und die Vermeidung von Stress im Mittelpunkt, um so den nächsten Schub des Ekzems hinauszuzögern.

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Seborrhoisches Ekzem: Auf welche Inhaltsstoffe setzt die akute Behandlung?

Bei der Behandlung des seborrhoischen Ekzems wird in erster Linie auf Mittel gesetzt, die eine pilzabtötende Wirkung besitzen sowie zur Abschuppung (Abschilferung) beitragen.

  • Antimykotika: Die Anti-Pilzmittel gibt es als Salben, Shampoos und Lotionen. Bei besonders hartnäckigen Fällen sind Antimykotika in Tablettenform erhältlich.
  • Keratolytika: Diese Wirkstoffe besitzen eine schuppenaufweichende sowie -lösende Eigenschaft.
  • Calcineurin-Inhibitoren: Diesen wirken immunsuppressiv (hemmen das Immunsystem) und antientzündlich. Besonders der Wirkstoff Pimecrolimus zeigte erste Erfolge bei der Behandlung des seborrhoischen Ekzems. Zu dieser Gruppe gehört auch der Wirkstoff Tacrolimus, dem zusätzlich eine pilzabtötende Wirkung auf den Hautpilz Malassezia furfur zugesprochen wird.
  • Antibiotika: Der Einsatz von Antibiotika ist erst bei einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien, einer sogenannten Superinfektion, notwendig.
  • Glukokortikoid: Dieser Wirkstoff gehört zu der Substanzklasse der Kortikosteroide und ist besser als Kortison bekannt. In Form von Salben oder Tabletten, kann der Arzt diese vorübergehend verordnen, um die Entzündungsreaktion einzudämmen.

Eine Behandlung mit diesen Mitteln ist besonders in der Akutphase des seborrhoischen Ekzems gefragt. Bei besonders schweren Fällen, sprich stark entzündlichen Formen, können Sie vorübergehend auf kortisonhaltige Cremes zurückgreifen. Allerdings sollten Sie vor der Behandlung mit diesen Wirkstoffen ein Arzt aufsuchen. Dies ist ebenfalls bei allergischer Reaktion auf bestimmte Wirkstoffe, Komplikationen mit Entzündungen oder anderweitigen Unsicherheiten zu empfehlen.

Behandlung bei Säuglingen

Das seborrhoische Ekzem ist bei Säuglingen unter dem Begriff Kopfgneis bekannt. Eine Behandlung ist oftmals nicht zwingend erforderlich, da die Erkrankung nach einigen Monaten von alleine ausheilt und für das Baby keine Beschwerden mit sich bringt. Der Besuch bei einem Kinderarzt ist dennoch zu empfehlen.

Neben den klassischen Therapiemöglichkeiten kann bei härteren Fällen über eine Bestrahlung mit UV-Licht (Phototherapie) nachgedacht werden. Zum einen sollen sich die oberen Hautschichten dadurch beruhigen und so den Juckreiz lindern. Zum anderen soll durch die Bestrahlung das Wachstum des Hefepilzes Malassezia furfur auf der Haut gehemmt werden. Diese Methode zur Behandlung des seborrhoischen Ekzems ist allerdings nur unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen, um etwaige Hautschäden auszuschließen.

Erhaltungstherapie: Hautpflege und Stress vermeiden

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Ist die akute Phase des seborrhoischen Ekzems überstanden, steht an erster Stelle, den nächsten Schub solange wie möglich hinauszuzögern. Eine erhaltende Behandlung legt dabei insbesondere auf eine geeignete Hautpflege und die Vermeidung von Stress Wert.
Da das seborrhoische Ekzem besonders in talgreichen Körperregionen wie der Kopfhaut oder dem Gesicht anzutreffen ist, sollte die persönliche Hygiene auf eine Minderung der Talgproduktion abzielen. Eine tägliche Reinigung der Haut ist nötig, um Schmutz und Talg abzuwaschen – das Gesicht sollten Sie auch gründlich von Make-Up reinigen. So kann ein Verstopfen der Poren und ein Ausbreiten der Bakterien verhindert werden.

Tipp: Waschen Sie Ihre Kleidung sowie andere verwendete Textilien regelmäßig bei über 60° C, wenn möglich mit einem Vollwaschmittel. So sterben die meisten Pilze und Bakterien ab. Selbigen Effekt können feste Vollwaschmittel mit Bleichmitteln bereits ab 40° C erzielen.

Darüber hinaus kann das seborrhoische Ekzem durch viel Stress und Anspannung ausbrechen. Bei der weiteren Behandlung stehen daher auch Entspannungstechniken, zum Beispiel autogenes Training, auf dem Plan. Außerdem lässt sich mit Sport beziehungsweise viel Bewegung der Faktor Stress reduzieren. Des Weiteren ist der Aufenthalt an der frischen Luft und in der Sonne zu empfehlen. Sonnenlicht kann zur Besserung des Hautbildes beitragen; das Sonnenbaden jedoch in Maßen genießen, um das Risiko eines Sonnenbrandes gering zu halten.

Um den nächsten Schub hinauszuzögern, kann auch eine Ernährungsumstellung hilfreich sein. Auf welche Lebensmittel Sie besser verzichten sollten und weitere Informationen, lesen Sie im Artikel zur Ernährung bei seborrhoischen Ekzem.

Hier finden Sie weitere Infos:

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