Normale Haut: Der gesunde Idealtyp

Eine sogenannte „normale Haut“ ist der Idealtyp für die Hautbeschaffenheit. In der Dermatologie wird damit eine gesunde Haut definiert, bei der Vorgänge wie Talgproduktion, Regeneration, Abschuppung, Durchblutung und Feuchtigkeitshaushalt ausgewogen sind. Zwar benötigt auch eine normale Haut Pflege, sie ist jedoch deutlich leichter zu reinigen und zu behandeln als alle anderen Hauttypen. Allerdings sollten Sie auch bei der normalen Haut einige Regeln beachten, um Ihre körpereigene Schutzhülle in gutem Zustand zu erhalten.

Auch mit normaler Haut sollte man zur Krebsvorsorge

So erkennen Sie normale Haut

Die normale Haut erscheint kleinporig, frei von trockenen oder fettigen Arealen, schuppigen oder entzündeten Hautzonen und ist elastisch sowie widerstandsfähig. Die Oberfläche (Textur) ist matt, eben und glatt. Die so genannte T-Zone, also der Bereich zwischen Stirn, Nase und Kinn, der bei der fettigen Haut besonders betroffen ist, darf nur etwas mehr glänzen als der Rest der Gesichtshaut.

Risiko- und Schutzfaktoren: Was Sie vermeiden und was Sie tun sollten

Wenn Sie ein normaler Hauttyp sind, sollten Sie einige Dinge vermeiden, welche der Haut im Allgemeinen schaden. Tabakrauch und übermäßiger Alkoholgenuss zählen ebenso dazu wie eine ungesunde Ernährung, beispielsweise das sogenannte Junkfood, bei dem minderwertige Industriefette verarbeitet werden.

Insgesamt kann sich ein zucker- und fettreiches Essen negativ auf den Hautzustand auswirken. Essen Sie stattdessen viel frisches Obst und Gemüse, denn die Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig für die Stoffwechselprozesse der Haut und pflegen sie von innen. Besonders den Antioxidantien wird eine sehr wichtige Rolle zugesprochen. Sie schützen empfindliche Moleküle vor der Oxidation durch hochreaktive schädliche Sauerstoffe, den sogenannten freien Radikalen. Zu den Lebensmitteln, in denen diese Antioxidantien enthalten sind, gehören unter anderem

  • Tee,
  • Kaffee,
  • Kakao,
  • Olivenöl,
  • Soja,
  • Obst und
  • Tomaten.

Hautschäden durch UV-Strahlung

Ein schädlicher Umwelteinfluss, vor dem Sie sich schützen sollten, ist die UV-Strahlung der Sonne. Sie schädigt auch eine gesunde, normale Haut. Ultraviolettes Licht, für das menschliche Auge nicht sichtbar, kommt in drei Arten und Wellenlängen vor, UV-A, -B und -C. Dabei ist die Strahlung jedoch nicht ausschließlich ungesund, sondern hat auch den positiven Effekt, dass sie die Vitamin-D-Bildung fördert. Dieses Vitamin besitzt eine große Bedeutung für den Kalziumhaushalt und Knochenstoffwechsel. Trotzdem: Gerade Menschen mit heller Haut sollten an einen ausreichenden Schutz durch Sonnenschutzcremes mit hohem UV-Faktor denken und sich nicht zu lange dem Sonnenlicht aussetzen. Denn neben einer vorzeitigen Hautalterung führt die Strahlung beispielsweise zu Sonnenbrand, Sonnenallergie und sogenannten photosensiblen Reaktionen, die dann entstehen können, wenn Sie bestimmte Medikamente einnehmen müssen. Dazu zählen unter anderem Antidepressiva, Antibiotika oder Analgetika (Schmerzmittel). Der Hauptgrund aber, warum Sie sich vor allzu starker Sonnenexposition schützen sollten, ist der Hautkrebs.

Exkurs Hautkrebs: Ein Risiko für alle Hauttypen

Auch eine normale Haut ist vor den unterschiedlichen Arten des Hautkrebses nicht gefeit.

Wichtig: Als Hauptursache für den Krebs vermutet die medizinische Forschung die UV-Strahlung der Sonne oder beim Besuch des Solariums.

Die gefährlichste Form ist der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom. Diese aggressive Erkrankung entsteht durch die Entartung der Melanozyten, also der Hautzellen, die den hautschützenden Farbstoff Melanin herstellen. Im fortgeschrittenen Stadium können die Krebszellen sich durch die Lymphe im gesamten Organismus ausbreiten und in den anderen Organen Metastasen bilden. Die zweithäufigste bösartige Tumorart ist das Plattenepithelkarzinom, das eine bestimmte Gewebeschicht der Haut befällt. Auch das Plattenepithelkarzinom entsteht durch zu viel UV-Strahlung. Das Basaliom oder der weiße Hautkrebs kommt eher bei älteren Menschen vor. Dieser Tumor ist im Gegensatz zu den beiden vorgenannten Karzinomen weniger gefährlich, muss aber nach seiner Entdeckung operativ entfernt werden, weil er ansonsten andere Gewebeschichten zerstören kann.

Für alle Tumoren gilt: Früh erkannt, sind sie gut behandelbar. Sie sollten spätestens ab dem 35. Lebensjahr regelmäßig an einem Hautscreening teilnehmen, bei dem der Dermatologe die Haut mit einem Auflichtmikroskop untersucht.

Normale Haut: Leicht zu reinigen und zu pflegen

Die richtige Reinigung und Pflege unterstützt die natürlichen Eigenschaften der normalen Haut. Das bedeutet: Aggressive, stark fettende oder austrocknende Inhaltsstoffe sollten Sie vermeiden. Seifen oder Gels mit einem niedrigen pH-Wert eignen sich hingegen besonders gut. Verwenden Sie das Reinigungsprodukt mit warmen Wasser und einem Waschlappen, den Sie leicht über den zu säubernden Hautpartien kreisen lassen. Die sanfte Massage entfernt nicht nur Hautschuppen, sie regt auch die Durchblutung und den Lymphtransport an.

Die normale Haut zeichnet sich durch einen ausbalancierten Fett- und Feuchtigkeitshaushalt aus. Hier ist es wichtig, diese Eigenschaft je nach Belastung zu unterstützen. Ist die Haut beispielsweise im Winter trockener Heizungsluft ausgesetzt, eignet sich eine leicht fettende Emulsion gut. Im Sommerurlaub sollten Sie an ausreichenden UV-Schutz denken.

Normale Haut: Fazit
Nur wenige Erwachsene besitzen eine normale Haut. Die verschiedenen Umwelteinflüsse, Ernährungsgewohnheiten und die falsche beziehungsweise mangelnde Pflege setzen ihr zu. Dabei können Sie Ihren guten Hautzustand lange erhalten, die richtigen Reinigungs- und Pflegeprodukte sowie regelmäßige Screenings beim Hautarzt vorausgesetzt.

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