Vorsicht Ansteckungsgefahr! Der Fußpilz

Tinea pedes, besser bekannt als Fußpilz, ist eine ansteckende Hautkrankheit, die direkt oder indirekt von Mensch zu Mensch übertragen wird. Dies geschieht durch Kontakt- oder Schmierinfektionen und kann bereits über das Barfußgehen wie beispielsweise im Schwimmbad erfolgen. Am häufigsten sind Dermatophyten anzutreffen. Dieser Fadenpilz ist ein Parasit, der sich in den oberen Hautschichten einnistet und sich von abgestorbenen Hautzellen ernährt. Fußpilz befällt sowohl verhornte Hautpartien wie die Fersen als auch Nägel und Haare. Die Haut reagiert mit einer Entzündung.

Fußpilz an der Ferse.

Fußpilz führt zu trockener, juckender und schuppiger Haut

Typischerweise erkennt man eine Pilzinfektion der Füße an bestimmten Symptomen. Anfangs bilden sich in den Zehenzwischenräumen rötliche Areale. Schreitet der Fußpilz voran, kommen Nässen und Jucken der Haut hinzu. Zudem können sich Blasen bilden, manchmal schuppt sich auch die Haut in der betroffenen Region. Mit fortschreitender Erkrankung entwickelt sich ein unangenehmer Geruch.

Je nachdem, welcher Bereich des Fußes betroffen ist und wie sich die Symptome auf der Haut zeigen, kann man drei Haupterscheinungsformen von Fußpilz unterscheiden:

  1. Tinea pedis interdigitaler Typ: Bei dieser Fußpilzinfektion sind vor allem die Zehenzwischenräume betroffen – meist beginnt sie zwischen dem vierten und fünften Zeh. Die Haut ist weißlich aufgequollen und lässt sich schmerzlos abziehen. Auf der Haut entstehen nässende Stellen. Diese Form des Fußpilzes ist am häufigsten anzutreffen.
  2. Tinea pedis Mokassin-Typ: Diese Form entwickelt sich zuerst an den Fußsohlen und breitet sich im weiteren Verlauf auf die Fußkanten und den Fußrücken aus – in Form eines Mokassins. Die Haut wird schuppig und trocken. Es bilden sich Verhornungen.
  3. Tinea pedis dyshidrotischer Typ: Im Bereich des Fußgewölbes und der Fußseiten bilden sich kleine flüssigkeitsgefüllte Bläschen. Mit der Zeit trocknen sie ein, was zu einem Spannungsgefühl der Haut und Juckreiz führt.

Ansteckung lässt sich oft einfach vermeiden

Es reicht bereits aus, sich barfuß im Schwimmbad, in öffentlichen Duschen oder Hotelbädern zu bewegen, um sich mit dem Fußpilz zu infizieren. Der Fadenpilz bevorzugt warme und feuchte Milieus. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, in Saunen oder Duschen Badeschuhe zu tragen.

Jedoch löst nicht jeder Kontakt automatisch Fußpilz aus. Dies hängt vielmehr von verschiedenen Faktoren wie dem individuellen Gesundheitszustand und der Fußhygiene ab. Damit es gar nicht erst zum Ausbruch kommt, ist die Früherkennung dieser Hautkrankheit sehr wichtig.

Wer ist betroffen?

Sportler gehören tatsächlich zur Risikogruppe, da sie besonders häufig Gemeinschaftsduschen, Umkleidekabinen und Schwimmbäder nutzen – also genau die feucht-warmen Milieus, in denen sich der Fußpilz besonders gerne ausbreitet und das Risiko für eine Ansteckung sehr hoch ist.

Aber auch Personen mit einem geschwächten Immunsystem sind gefährdet, dazu zählen ältere Menschen und Personen, die an Diabetes erkrankt sind, an anderen Durchblutungsstörungen oder an Stoffwechselerkrankungen leiden.

Therapie von Fußpilz

Ist bei Ihnen die Infektion mit Fußpilz festgestellt worden, wird zunächst die betroffene Stelle mit einem sogenannten Fungizid in Form von Salbe, Creme, Puder oder Spray behandelt. Nach drei bis vier Wochen sollte die Behandlung erfolgreich sein. Ist der Fußpilz bereits fortgeschritten beziehungsweise mit den verschriebenen Mittel nicht zu bekämpfen, kommen systemische Antimykotika (Antipilzmittel) zur oralen Einnahme zum Einsatz. In der Alternativmedizin werden ätherische Öle wie Teebaum- oder Lavendelöl gegen bestimmte Haut- und Nagelpilze eingesetzt.

Da insbesondere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem an Fußpilz erkranken, sollte diese Krankheit immer ganzheitlich betrachtet und somit auch die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt werden. Achten Sie deshalb auf eine gesunde Ernährung und Lebensweise, indem Sie viel frisches Obst und Gemüse essen, wenig Zucker und Weißmehlprodukte konsumieren und auf Alkohol, Kaffee und Zigaretten verzichten. In einem vitalen und gesunden Körper haben Pilzerkrankungen weniger Chancen sich auszubreiten.

Ist die Behandlung abgeschlossen, achten Sie stets darauf, dass es nicht erneut zu einer Fußpilzinfektion kommt, indem Sie die nachfolgenden Hygienemaßnahmen beachten.

Hygienemaßnahmen bei Fußpilz und vorbeugende Maßnahmen

Schon mit einfachen Mitteln können Sie verhindern, dass sich der Fußpilz ausbreitet oder gar nicht erst entsteht:

  • Achten Sie besonders darauf, die Füße nach der täglichen und gründlichen Reinigung gut abzutrocknen – besonders in den Zehenzwischenräumen. Am gründlichsten erfolgt dies mit einem Papiertuch oder Haartrockner.
  • Ziehen Sie nach dem Waschen Ihre Strümpfe erst dann an, wenn Ihre Füße vollständig getrocknet sind.
  • Waschen Sie Ihre Hände, nachdem Sie Ihre Füße berührt haben.
  • Um dem Fußpilz den Lebensraum zu entziehen, sollten Sie Ihre Füße belüften. Greifen Sie also im Sommer häufiger zu luftigen Schuhen wie Sandalen und Flip-Flops oder gehen Sie Zuhause barfuß. Falls Sie bereist unter Fußpilz leiden sollten, ist es ratsam, auf Letzteres zu verzichten. Sonst besteht die Gefahr, dass Familienmitglieder sich anstecken.
  • Tragen Sie grundsätzlich Socken aus Baumwolle, die Sie täglich wechseln. Verzichten Sie auf Nylonstrümpfe.
  • Waschen Sie regelmäßig Socken, Handtücher und auch Badezimmervorleger grundsätzlich bei 60 Grad Celsius in der Waschmaschine, um alle Keime zu töten.
  • Meiden Sie zu enge oder zu harte Schuhe, und bevorzugen Sie welche aus Leder statt aus Kunststoff.
  • Desinfizieren Sie die Schuhe einmal wöchentlich mit einem speziellen Spray aus der Drogerie.
  • Reinigen Sie Badfliesen mit einem Desinfektionsmittel.

Wenn Sie all diese Präventionsmaßnahmen befolgen, hat der Fußpilz so gut wie keine Chance mehr.

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